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Teltow-Fläming Kriegerdenkmal wird saniert und ergänzt
Lokales Teltow-Fläming Kriegerdenkmal wird saniert und ergänzt
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05:25 20.10.2016
Mit Eichenlaub, Stahlhelm und Eisernem Kreuz ist das Denkmal ein typisches Beispiel für die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Quelle: Peter Degener
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Körbitz

Ein langgehegter Wunsch der Körbitzer wird wahr. Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs soll noch in diesem Jahr saniert werden. „Schon meine Vorgänger wollten das Denkmal auf Vordermann bringen und ich selbst habe das auch schon seit vielen Jahren vor“, sagt der Körbitzer Ortsvorsteher Thomas Noßmann zu dieser Idee. Jetzt wird es allerdings konkret, denn laut Noßmann gibt es bereits Kostenvoranschläge von mehreren Firmen. David Kaluza, parteiloser Bürgermeister von Niederer Fläming, kann das bestätigen und ist sich sicher, dass die Granitstele an der Körbitzer Kirche noch in diesem Jahr ausgebessert wird.

Geld ist im Haushalt reserviert

Neben der Reinigung und Ausbesserungen an den Fugen sollen auch Spezialdübel, so genannte Anker, eingefügt werden, um zu verhindern, dass sich die seit langem im Stein befindlichen Risse weiter vergrößern. Diese Sicherungsmaßnahme soll später aber nicht mehr sichtbar sein. Rund 4000 Euro werden die Arbeiten kosten, schätzt Kaluza. „Im Haushalt 2016 ist das Geld bereits eingestellt“, sagt der Bürgermeister.

Fördermittel sind für solche kleinen Investitionen nicht vorgesehen, aber nach Ansicht des Bürgermeisters widerspreche das oft genug dem Willen der Einwohner. „Das Denkmal gehört zur Identifikation der Einwohner und in vielen Ortsteilen wurde für die Sanierung der Kriegerdenkmäler ganz bewusst gesammelt“. Auch in Körbitz haben Einwohner bereits angekündigt, sich mit einer Spende an der Sanierung des Denkmals zu beteiligen.

Ortsvorsteher Thomas Noßmann. Quelle: Peter Degener

Auch Ortsvorsteher Thomas Noßmann gehört zu jenen, die einen ganz persönlichen Bezug zum Denkmal besitzen. „Wer genau hinschaut, findet Reste von Putz auf dem Stein. Ich wollte die mal entfernen lassen, bis mir erzählt wurde, dass diese von meinem Opa stammen“, erzählt Noßmann. Sein Großvater Ferdinand Werner sei als Maurer im Zweiten Weltkrieg damit beauftragt worden, die Namen der zwischen 1914 und 1918 gefallenen Körbitzer hinter Putz zu verstecken, „weil die Leute nicht so deutlich sehen sollten, dass man im Krieg stirbt.“

Künftig sollen nicht nur die bisherigen elf Namen auf dem Denkmal lesbar sein. Als Erweiterung soll eine Steinplatte angefertigt und am Denkmal angebracht werden, auf der dann auch der Körbitzer Gefallenen des Zweiten Weltkriegs gedacht wird. Etwa ein Dutzend Namen müssten nach gegenwärtigem Recherchestand auf der Tafel stehen.

Niemand soll übersehen werden

„Diese Recherche muss noch beendet werden, damit die neue Gedenkplatte beauftragt werden kann“, sagt Thomas Noßmann. Vorgesehen ist der Datenabgleich mit dem historischen Melderegister in der Gemeinde Niedergörsdorf, sowie mit den Aufzeichnungen in den alten Kirchenbüchern, die laut Bürgermeister Kaluza immer eine zuverlässige Quelle sind. Nicht bei allen Gefallenen sei man sich derzeit sicher, in welchem der beiden Weltkriege sie ihr Leben ließen. Außerdem soll niemand dabei übersehen werden.

Die zwei Körbitzer Erhard Hannemann und Heinz Lehmann haben sich über Jahre um das Kriegerdenkmal bemüht. „Wir haben die Namen in der Behörde für Wehrmachtsangehörige in Berlin recherchiert“, sagt Heinz Lehmann. Der 78-Jährige lebt schon lange nicht mehr im Ort, aber er sagt: „Eine solche Tafel würde mich glücklich machen. Mein Vater Otto Lehmann hat zwar ein Grab in Ostpreußen, aber in seinem Heimatort Körbitz erinnert bislang nichts an ihn.“

Von Peter Degener

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