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Teltow-Fläming Kriegstechnik-Schau mit friedlicher Absicht
Lokales Teltow-Fläming Kriegstechnik-Schau mit friedlicher Absicht
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01:28 02.06.2018
Norbert Wagner, der Vorsitzende des Fördervereins Museum Kummersdorf. Quelle: Foto: Frank Pechhold
Kummersdorf-Gut

„Kriege, Wissenschaft und Technologien von 1914 bis 1945“, so heißt eine Sonderausstellung des französischen Museums La Coupole. Eröffnet wird die erstmals in Deutschland gezeigte Exposition am 17. August in Kummersdorf-Gut.

Europa erlebt zurzeit eine Renaissance von Nationalbewusstsein, Abgrenzung und Aufrüstung“, sagt Norbert Wagner, Vorsitzender des Fördervereins Museum Kummersdorf. Umso wichtiger sei es, dem entgegen zu wirken und daran zu erinnern, wie sich beide Weltkriege des 20. Jahrhunderts entwickelten. „Das ist die Botschaft der Ausstellung“, sagt er. Dargestellt wird die französische Perspektive auf die eigene Kriegstechnik, die Schau wird abgerundet mit Propaganda-Belegen der einst verfeindeten Nationen Frankreich und Deutschland.

Trakt in alter Kaserne wird für die Ausstellung hergerichtet

Auf dem Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt soll der Zusammenhang zwischen Raketenentwicklung in Kummersdorf und der Abschussanlage in La Coupole sichtbar werden. Anfang der 1930er Jahre liefen in der „Versuchsstelle West – Prüfstand  2“ Tests für Flüssigkeitsraketentriebwerke. Auf deren Grundlage wurde später die erste leistungsstarke und funktionstüchtige Flüssigkeitsrakete konstruiert, die sogenannte V 2. La Coupole ist eine Bunkeranlage. Sie sollte als Startbasis für gegen London und Südengland gerichtete V 2-Raketen dienen, konnte aber wegen der intensiven Bombardierung durch die Alliierten nicht fertiggestellt werden.

Ausstellungsort ist der rechte Flügel der unteren Etage einer um 1880 gebauten Kaserne. „Hier gab es sechs Schlafsäle für bis zu 1000 Soldaten“, so Wagner. Um die etwa 300 Quadratmeter große Ausstellungsfläche samt Umfeld herzurichten, erhält der Förderverein 10 000 Euro von der Unteren Denkmalschutzbehörde (Geld der Sparkassenstiftung). Weitere 15 000 Euro habe die Sparkasse zugesagt, so Wagner. Der Eigenanteil des Fördervereins betrage 3600 Euro.

Sicherheit für Besucher ist das oberste Gebot

In Kürze wird das Backsteingebäude nochmals auf Kampfmittel und Munition abgesucht. Schließlich ist das gesamte Areal nach mehr als 100-jähriger militärische Nutzung hochgradig mit Munition belastet. „Ein Betreten ohne fachkundige Führung ist daher lebensgefährlich“, sagt der Fördervereinschef. Deshalb gelangen Besucher nur durch ein (noch zugeschweißtes) Eingangstor über einen mit Zäunen abgegrenzten Korridor zu der Ausstellung. „Diese Sicherheitsmaßnahme ist notwendig, damit uns die Kinder nicht ausbüchsen können“, sagt Norbert Wagner.

www.museum-kummersdorf.de; www.lacoupole-france.de

Von Frank Pechhold

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