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Kristallbad-Gründer Heinz Steinhart gestorben

Ludwigsfelde Kristallbad-Gründer Heinz Steinhart gestorben

Kristallbäder-Chef und Firmengründer Heinz Steinhart ist tot, er erlag im Juli einem Krebsleiden. Sein Unternehmen führt aber seine Pläne fort. So werde an den Ausbauplänen der Saunatherme Ludwigsfelde festgehalten, erklären Bürgermeister Andreas Igel (SPD) und der neue Vorstandsvorsitzende.

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Heinz Steinhart (r.) mit Kristall-Aufsichtsrat Günther Beckstein (l.) und Bürgermeister Andreas Igel (SPD) im April in Ludwigsfelde.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Trotz des Tods von Gründer und Firmenchef Heinz Steinhart am 5. Juli hält das bayerische Unternehmen Kristallbäder AG an seinen Erweiterungsplänen für die Saunatherme Ludwigsfelde fest. Das erklärten am Dienstag gegenüber der MAZ sowohl Bürgermeister Andreas Igel (SPD) als auch Gerd Bittermann, Vorstandsvorsitzender und Steinharts Nachfolger an der Firmenspitze.

Zu der in Stein bei Nürnberg ansässigen Unternehmensgruppe gehören bundesweit zwölf Bäder, darunter in Brandenburg die Thermen Ludwigsfelde und Bad Wilsnack. Besonderheit des Ludwigsfelder Bades ist das FKK-Konzept. Mit den nach Firmenangaben knapp 700 000 Besuchern 2015 rangiert die hiesige Therme beim Umsatz in der Spitze der Firmengruppe. Wegen dieses Erfolgs wollte Steinhart sie erweitern, die Pläne stellte er 2011 vor. Seither beraten und beschließen die Stadtverordneten baurechtliche Schritte dazu.

Erweiterung um Familienbereich mit Wellenbad

Es geht ums Aufstocken des Parkhauses um zwei Etagen, die Erweiterung des Sportbad-Areals um einen Familienbereich mit Wellenbad und Riesenrutsche sowie um ein Hotel. Nach Auskunft der Bauaufsicht des Kreises in Luckenwalde ist der Antrag für die Parkhaus-Erweiterung gestellt, genehmigt sei sie noch nicht. Weitere Anträge gebe es bisher nicht, so Behördenchef Norbert Jurtzik.


Grundsteinlegung für die Kristalltherme Ludwigsfelde

Grundsteinlegung für die Kristalltherme Ludwigsfelde: Heinz Steinhart (l.) mit Landrat Peer Giesecke, Innenminister Rainer Speer und Bürgermeister Heinrich Scholl, die allesamt ihre Ämter verloren haben.

Quelle: Klaus Schlage

Zum zehnjährigen Bestehen der Therme im April hatte Bürgermeister Igel mit einem Bagger den ersten Spatenstich gesetzt. Anwesend war neben dem schwerkranken Steinhart auch Günter Beckstein (CSU), ehemaliger bayerischer Ministerpräsident, damals Aufsichtsratsmitglied, heute Aufsichtsratschef der Kristallbäder AG. Steinhart und Igel hatten damals vor hunderten Besuchern der Jubiläumsfeier ausführlich über die Bad-Erweiterungspläne gesprochen. Unter anderem ein Bernsteinkabinett im Foyer der Therme schwebte Steinhart vor. Seine Hoffnung, dessen Eröffnung Ende des Jahres noch zu erleben, erfüllte sich nicht.

Stadt und Investor besprechen Ablaufpläne

Stadtverwaltung und Betreiberfirma hatten nach Steinharts Tod bereits Kontakt. Igel sagte gestern: „Beide Seiten haben ihr Interesse bekundet, die Gespräche fortzusetzen und sich bei einem Folgetermin zeitnah über die weiteren Aktivitäten zu verständigen.“

Vorstandschef Bittermann erklärte, die zurückliegenden Monate hätten ihren Tribut gefordert, er sei jedoch bereits wieder in Ludwigsfelde gewesen. Man werde jetzt den weiteren Ablaufplan besprechen, denn mit dem Tod von Heinz Steinhart sei einiges zu sortieren gewesen. „Aber ich erarbeite jetzt einen neuen Ablaufplan, den ich mit Herrn Igel abstimmen und dann vorstellen werde“, so Bittermann.

Zuerst sei das Parkhaus aufzustocken, um zusätzlichen Besuchern Parkmöglichkeiten zu bieten. Dann gehe es um das Wellenbad mit einem 120 Quadratmeter großen Thermenbecken und das Becken für die Riesenrutsche. Ein Hotel gehöre weiter zu den Firmenplänen. „Aber wann, das kann ich heute beim besten Willen nicht sagen“, so der Kristallbäder-Chef.

Von Jutta Abromeit

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