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Kritik am Leitbild des Kreises

Gemeinde Niederer Fläming diskutiert über Entwicklung Kritik am Leitbild des Kreises

Gemeindeentwicklungsausschuss in Niederer Fläming bemängelt “unkonkrete Formulierungen“. Die Gemeinde will nun auch ein eigenes Leitbild für die künftige Entwicklung erarbeiten.

Körbitz. Was soll, was muss im Leitbild eines Kreises stehen? Mit dem des Landkreises Teltow-Fläming befasste sich jetzt der Gemeindeentwicklungsausschuss Niederer Fläming. Die Gemeindevertreter werden dies am 16. Juni tun.

Für den Ausschussvorsitzenden Uwe Gottwald sind viele Formulierungen viel zu unkonkret. Er mutmaßte sogar, es unterscheide sich kaum von den Leitbildern anderer Kreise. Er sagte: „Unser Leben wird zwar in allen Umständen erfasst, aber es ist zu allgemein.“ Als Beispiel führte er an, dass die Integration von Behinderten auf dem Arbeitsmarkt gefördert werde, dies stünde im Leitbild, aber nicht, wie. Auch die Formulierung, dass Schulwege zu sichern seien, sei nicht aussagekräftig. Das könne überall stehen. Ihn ärgerte dies besonders, weil es zwischen Gräfendorf und der Grundschule in Werbig eben keinen sicheren Schulweg gibt. Deshalb finanziert die Gemeinde den Schulbus. Seiner Meinung nach, müsste das Leitbild überall so konkret sein wie im Bereich Kultur.

Manfred Thier widersprach. „Bestimmte Punkte bilden das Grundgerüst. Untersetzt werden die einzelnen Bereiche mit konkreten Arbeitsplänen“, so der Angestellte der Gemeindeverwaltung, der für die Jugendarbeit zuständig ist und deshalb aus seinem Bereich die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schulen schilderte. „Das Jugendamt hat die Aufgabe, aus diesem Leitbild einen Arbeitsplan zu erstellen. Sicher können einzelne Ansätze korrekturbedürftig sein“, schloss er versöhnlich.

Als Anregung, ein eigenes Leitbild für die Gemeinde Niederer Fläming aufzustellen, sieht Sandra Klimaschewski das Leitbild des Kreises an. Es sei gut, eine Vorlage zu haben. „Dann können wir unseres besser machen“, sagte sie. „Da waren wir schon einen Schritt weiter“, meldete sich Thomas Noßmann zu Wort und erinnerte daran, dass man schon mit Bürgermeister David Kaluza (parteilos) und Reinhard Anders begonnen habe, darüber nachzudenken, „wo wir hinwollen“.

Zahlen und Fakten

Die Gemeinde Niederer Fläming besteht aus 23 Ortsteilen und hat eine Fläche von 186 Quadratkilometer.

Bei etwa 3100 Einwohnern (darunter knapp 300 Jugendliche) macht dies 17 Menschen auf einem Quadratkilometer Gemeindefläche.

Die Bevölkerungszahl ist seit Jahren rückläufig. Zusammengerechnet kamen die Ortschaften im Jahr 1946 auf 7077 Einwohner, nachdem viele Flüchtlinge aufgenommen wurden. 1990 waren es 4514 Einwohner, zehn Jahre später noch 4021.

Nach einer Prognose des Landesamtes für Statistik wird es im Jahr 2030 mehr Senioren (ab 65 Jahre) als Einwohner im arbeitstätigen Alter (15 bis 64 Jahre) in der Gemeinde geben.

Nun wird das Leitbild des Kreises an die restlichen Gemeindevertreter verteilt. Das kündigte Hauptamtsleiterin Donata Tobinski an. Getagt wird darüber am 15. Juni. Danach sollen die Ideen an den Kreis geschickt werden.

Von Gertraud Behrendt

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