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Kritik am Stellenabbau bei der Polizei

Luckenwalde Kritik am Stellenabbau bei der Polizei

Heftige Kritik an den Strukturveränderungen bei der Polizeiinspektion Teltow-Fläming kommt vom CDU-Abgeordneten Sven Petke. Er ist besorgt über den massiven Stellenabbau. Dies hat aus seiner Sicht zu mehr Wohnungseinbrüchen und zu einer geringen Aufklärungsrate geführt.

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Kritik am Stellenabbau bei der Polizei kommt von der CDU.

Quelle: dpa

Luckenwalde. Die CDU-Landtagsabgeordneten Sven Petke und Björn Lakenmacher sehen einen gefährlichen Personalabbau bei der Schutz- und Kriminalpolizei in der Inspektion Teltow-Fläming, zu der auch der Revierbereich Luckenwalde gehört. „Der massive Stellenabbau hat erhebliche Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bürger, auf die Qualität der Polizeiarbeit und auf die Erreichbarkeit und Präsenz der Polizei“, so Sven Petke.

Anstieg bei Wohnungseinbrüchen

Er und Lakenmacher hatten sich beim Innenminister nach der Polizeistrukturreform im Polizeirevier Luckenwalde erkundigt. Die Landtagsabgeordneten kritisieren vor allem der Anstieg an Wohnungseinbrüchen sowie die grenzüberschreitenden Straftaten und die geringe Aufklärungsrate. „Ich finde das besorgniserregend“, sagt Sven Petke. Die öffentliche Präsenz der Polizei in Teltow-Fläming ist seiner Ansicht nach viel zu schwach. Zeitweise seien im Landkreis gerade zwei Funkstreifenwagen im Einsatz.

Hoher Krankenstand

„Zu geringe Personalausstattung und hoher Krankenstand hätten längst zum Handeln verpflichtet“, so Petke weiter, „die Landesregierung schiebt das Problem vor sich her. Erst die schlimmen Anschläge der letzten Wochen haben dazu geführt, dass sich SPD und Linke bewegen.“

Im Zuständigkeitsbereich des Revieres leben 58 491 Einwohner auf einer Fläche von 615 Quadratmetern. Insgesamt sind im Luckenwalder Polizeirevier 74 Beamte tätig, deren Altersdurchschnitt bei 44,6 Jahre liegt. Im Revierbereich Luckenwalde bekleiden seit der Polizeistrukturreform im Jahr 2011 zwölf Bedienstete des gehobenen Dienstes Führungspositionen im Wachdienst.

Ein Polizist auf 3655 Einwohner

Das Verhältnis von Polizisten zu Bürgern lag 2015 bei einem Polizisten auf 3655 Einwohner. Und eine Aufstockung scheint nicht in Sicht. Wurden vor vier Jahren noch fünf Polizeianwärter oder Polizeibedienstete eingestellt, so wurde in diesem Jahr bisher nur eine neue Stelle geschaffen. Die Mehrbelastung wirkt sich auch auf den Krankenstand der Beamten aus, der von 2014 zu 2015 um 46 Prozent gestiegen ist.

Aus der Kriminalstatistik

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 3995 Straftaten im Revierbereich Luckenwalde erfasst. Die Aufklärungsrate lag bei 60,3 Prozent.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg zwischen 2010 und 2011 von 42 auf 48; die Tageseinbrüche im selben Zeitraum von neun auf 22. Die Aufklärungsquote betrug 9,1 Prozent.

Von 33 auf 42 erhöhte sich die Zahl der Diebstähle aus Boden, Keller- und Waschküchen. Die Aufklärungsquote lag 2011 bei 11,9 Prozent.

Wie das Ministerium mitteilt, bleibt die Wache in Luckenwalde weiterhin rund um die Uhr geöffnet, eine Einführung von Schließzeiten ist derzeit nicht geplant.

Petke erkundigte sich auch nach der Ausstattung der Polizeiinspektion Teltow-Fläming. Demzufolge gibt es 130 Computer, 46 Laptops, 117 Digitalfunkgeräte, 17 Funkstreifenwagen für den Wach- und Revierdienst sowie sechs zivile Fahrzeuge. Weiterhin gehören zum Bestand 31 Atemalkoholtester, zwei Drogenvortestgeräte und zwei Laser-Geschwindigkeits-Messgeräte.

Grenzübergreifende Kriminalität

Nach Aussage des Ministeriums ist grenzüberschreitende Kriminalität im Wesentlichen durch den Transfer von Straftätern oder Diebesgut über die Grenze nach Polen in Richtung Osteuropa geprägt. So werden Straftaten überwiegend durch osteuropäische Täter und Tätergruppen begangen, die teilweise bandenmäßig organisiert sind.

Petke und Lakenmacher sind sich einig, dass die Polizeireform der rot-roten Landesregierung nicht zu mehr Sicherheit geführt haben und fordern dringend eine Aufstockung des Personals.

Von Margrit Hahn

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