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Kritik an Schulessen

Großbeeren Kritik an Schulessen

Eltern von Großbeerener Schülern kritisieren das Essen an der Schule in der Gemeinde. Die Gemeindeverwaltung will sich jetzt mit dem Caterer zusammensetzen.

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Die Essensausgabe an der Großbeerener Schule.

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Schlechtes Essen an der Schule. Darüber beschweren sich die Eltern in Großbeeren nun schon zum wiederholten Mal. Der Elternratsvorsitzende Daniel Krause hat die Beschwerden der Eltern aufgenommen. „Schmeckt nicht“ oder „nicht für die Zubereitungsart geeignet“ heiße es zur Begründung.

Vor zwei Jahren war die Gemeinde in einer ähnlichen Situation: daher engagierte sie den heutigen Caterer. Die Ware kommt schockgefroren an der Schule an, auch zwei Gemeindekitas werden so mit Mittagessen versorgt. In den Küchen wird es vom Küchenpersonal durch teilweise eigens dafür beschaffte Konvektomaten erhitzt. Krause selbst hat den Geschmackstest durchgeführt. „Es ist eben ein durchschnittliches Kantinenessen“, sagt er. Bei seiner Stippvisite sei ihm allerdings auch verwässerte Kartoffeln untergekommen. „Das hört sich nach falscher Zubereitung an“, meint Adrian Hepp (CDU), Vorsitzender des Großbeerener Bildungsausschusses. Die Beschwerden würden aber nur aus der Schule kommen.

Babara Greiser leitet die Kita Kunterbunt in Großbeeren. Auch hier liefert der Caterer das gefrorene Essen aus. Die Beschwerden seien gering, erklärt sie. Greiser hat gemeinsam mit Eltern und Lieferant eine Essensverkostung im Kindergarten vorgenommen. Dort habe der Caterer auch das spezielle Verfahren erklärt, mit dem das Essen frisch gehalten werde. „Die Resonanz zu der Veranstaltung war sehr gut“, sagt Greiser. Daher möchte sie die Informationsveranstaltungen wiederholen.

Für die Zubereitung der Speisen gibt es genormte, und vom Lieferanten bestimmte Zeiten. Das Personal ist an den Geräten geschult worden. „Durch die eigene Erwärmung ist das Essen für die Eltern günstiger“, erläutert Hepp. Momentan kostet es 1,95 Euro. Die FDP-Fraktion schlägt vor, zur Kontrolle vier bis sechs Stichproben täglich zu nehmen.

Petra Brückner (SPD) kritisiert darüber hinaus die Einrichtung des Essenkellers: „Wir müssen einen äußeren Rahmen schaffen, für eine andere Essenskultur.“

Sie hält es auch für möglich, dass sich unter der Schülerschaft eine Art Eigendynamik in dem Umgang mit Essen verbreitet haben könnte. „Der erste Schüler schmeißt das Essen weg, da wird sich nicht der nächste hinstellen und sagen, wie toll es schmeckt“, sagt sie.

Die Gemeinderats-Fraktionen haben die Verwaltung nunmehr aufgefordert sich dem Problem anzunehmen. „Die Kündigungsfrist für dieses Jahr ist überschritten“, sagt Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos). Er möchte den Caterer zunächst mit in die Diskussion einbinden. Der Vertrag zwischen dem Essenslieferanten und der Gemeinde läuft noch bis Sommer 2017.

Von Krischan Orth

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