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Kritik an Trebbiner Stadtverwaltung

Trebbin Kritik an Trebbiner Stadtverwaltung

In der Thermohalle in Schönhagen sind derzeit 59 Personen untergebracht. Bei deren Einzug herrschten dort tropische Temperaturen, sodass es zu gesundheitlichen Problemen kam. Mannschaftswagen der Polizei rückten an und die Dorfbewohner erfuhren nicht, was passiert war. Jetzt gab es Kritik an der Informationspflicht der Trebbiner Stadtverwaltung.

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Die Thermohalle in Schönhagen

Quelle: Hartmut F. Reck

Trebbin. Die Flüchtlingsunterkunft in Schönhagen sorgt weiter für Diskussionen. Im Hauptausschuss am Montagabend kritisierten Kerstin Brömer und Bettina Hanauer, dass die Stadt Trebbin nur unzureichende Informationen dazu herausgibt. „Wir wünschen uns als Schönhagener, das wir informiert werden, das ist das A und O. Ansonsten entstehen Gerüchte und die kochen gleich hoch“, sagte Kerstin Brömer.

Auch auf der Internetseite der Stadt Trebbin hätte sie nichts gefunden und sich deshalb an die Kreisverwaltung gewandt, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Die Schönhagener waren nach einem großen Einsatz mit mehreren Polizeimannschaftswagen am 24. Juni verunsichert. An diesem Tag war es brütend heiß und die Thermohalle technisch noch nicht auf Flüchtlinge vorbereitet, deren Ankunft vorverlegt worden war. Es kam zu Kreislaufzusammenbrüchen. In der Kreisverwaltung sprach man von einer Verkettung unglücklicher Umstände. Zudem war den Flüchtlingen angekündigt worden, dass sie feste Unterkünfte beziehen würden, was nicht der Fall war. (die MAZ berichtete).

Kerstin Brömer hatte im Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung erfahren, dass die Thermohalle nicht als Notunterkunft diene und das anstelle der ursprünglich geplanten 300 Asylbewerber nur noch 100 Personen dort aufgenommen werden.

59 Personen in Thermohalle in Schönhagen untergebracht

Wie Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) mitteilte, sind derzeit 59 Personen dort untergebracht, davon zehn Kinder. „Das bedeutet, dass nach den Sommerferien maximal zehn Flüchtlingskinder beschult werden. Allerdings wissen wir nicht, ob dann noch alle da sind. Das sind immer nur Momentaufnahmen“, sagte Berger.

Hendrik Hendrik (parteilos) schlug vor, dass man einen Aufruf zum Spenden starten könne, doch dem widersprach Berger. Das einzige, was benötigt wird, seien Fahrräder und Spielgeräte für den Außenbereich.

Paul Schugardt (UFW) hätte sich gewünscht, dass es eine Koordinierung seitens der Stadt gebe, um mit Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen oder sich austauschen zu können. Doch wie der Bürgermeister sagte ist dafür Stefanie Schirner von der Awo vor Ort, die Hilfen, Spenden und Unterricht koordiniert. „Wir brauchen keine Kopie von Frau Schirner im Rathaus“, stellt Berger fest. Anfangs hätte es so ausgesehen, als wenn in Schönhagen Flüchtlinge untergebracht werden, die in der Region eine Existenz suchen, doch inzwischen sieht es so aus, dass die Flüchtlinge in Schönhagen jeweils nur kurz untergebracht und dann weiterverteilt werden.

Berger versprach, dass künftig die Informationen auf der Internetseite schneller aktualisiert werden. Ansonsten wurde bei der Einwohnerversammlung ausführlich berichtet. Und das, was Freitag vor einer Woche auf Grund der Hitze passiert sei – unter anderem seien zwei Schwangere und ein Senior kollabiert – „gehört auch nicht auf den Marktplatz“. Seiner Ansicht nach waren die Mannschaftswagen völlig überflüssig und auch nur wegen einer Fehlinformation dort.

Von Margrit Hahn

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