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Kritik an Werbeaktion „Luckywalde“

Luckenwalde Kritik an Werbeaktion „Luckywalde“

Nicht jeder findet die Imagekampagne der Stadt Luckenwalde mit dem Titel „Luckywalde“ lustig. So vermisst die CDU nachweisbare Erfolge bei der Anwerbung von Fachkräften und Hochschulabsolventen. Das Rathaus widerspricht dieser Meinung deutlich.

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Werbung für Luckenwalde am Rande der Abiturfeier.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Sie stehen auf Jugend-, Hochschul- und Ausbildungsmessen, bei Kontaktbörsen für Studenten, Abiturfeiern oder auch am Luckenwalder Bahnhof und verteilen knallgelbe T-Shirts mit hellblauen Punkten mit dem Schriftzug „be Lucky“ („sei glücklich“), Flip-Flops („Komm in die Puschen“) oder Skatkarten, wenn die Studenten oder Berufspendler am gelb-blauen Glücksrad gedreht haben. Darüber hinaus betreiben die Stadtwerber eine Internetseite (www.luckywalde.de) mit Animationsfilm und Luckywalde-Quiz.

Seit dem vergangenen Herbstversucht die Stadt Luckenwalde, mit dieser Marketingstrategie junge Menschen, insbesondere Fachkräfte und Hochschulabsolventen, für Luckenwalde zu interessieren und die Stadt als interessanten und attraktiven Wohn- und Arbeitsort bekanntzumachen.

CDU: Wo sind die Hochschulabsolventen?

Doch was so sprachlich lustig daherkommt, stößt nicht überall auf Gegenliebe. So ist Sven Petke, CDU-Fraktionschef in der Stadtverordnetenversammlung, nicht besonders glücklich mit dieser Aktion. In einer schriftlichen Anfrage an Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) wollte er wissen, „wie viele Hochschulabsolventen seit Bestehen der mit 200 000 Euro finanzierten Kampagne an Unternehmen oder weitere Arbeitgeber in Luckenwalde vermittelt wurden und eine Beschäftigung aufgenommen haben“. Doch auch die vierseitige Antwort der Stadtverwaltung machte ihn nicht glücklicher: „Ich bin damit nicht zufrieden“, sagte er bei der jüngsten Sitzung. Schließlich sei es doch darum gegangen, Qualifizierte in die Stadt zu holen. „Offenbar“, so Petke, „ist es gar nicht gelungen, auch nur eine Fachkraft an Unternehmen zu vermitteln.“

Bürgermeisterin: Es gibt keine Rekrutierung

Eine Rekrutierungsstelle für Hochschulabsolventen sei überhaupt nicht beabsichtigt und schon gar nicht förderfähig, sagte die Bürgermeisterin: „Wir wollten aber bei den Studenten gezielt für die Stadt werben, um Luckenwalde in ihr Gesichtsfeld zu rücken und ihnen deutlich zu machen, dass es auch hier interessante Firmen gibt und dass sie hier einen attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort vorfinden.“ Mögliche Erfolge dieser Aktion könne man überhaupt nicht nachweisen, so Herzog-von der Heide weiter. Sie finde die Luckenwalder Imagekampagne eine der besten seit der baden-württembergischen Werbeaktion „Wir können alles – außer hochdeutsch“.

8000 Werbemittel werden verteilt

Den Vorwurf Petkes, die 8000 Werbemittel würden so freigiebig verteilt, weil sie über Fördergeld bezahlt worden seien, wies Herzog-von der Heide zurück. Ziel sei es, heißt es in der schriftlichen Antwort der Verwaltung, „bei jeder Nutzung den beworbenen Standort erneut in Erinnerung“ zu rufen.

Petke forderte eine Evaluation am Ende der Kampagne. Das geförderte Projekt läuft Ende Juli aus. Die Stadt möchte die Aktion weiterführen und weitere Zielgruppen wie Schüler für offene Ausbildungsplätze zu erreichen. Dazu werde ein Förderantrag erarbeitet.

Von Hartmut F. Reck

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