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Teltow-Fläming Kritik an Zustand von Kriegsdenkmal
Lokales Teltow-Fläming Kritik an Zustand von Kriegsdenkmal
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00:18 27.02.2017
Bernd Hillner vor dem Kriegsdenkmal am Beerstrauch. Quelle: Isabelle Richter
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Jüterbog

Abgeplatzte Betonteile und ein Stern mit nur vier statt fünf Zacken: Bernd Hillner und andere Jüterboger finden den Zustand der Gedenksäule am Beerstrauch inakzeptabel. Sind sie doch sonst so begeistert von den hübschen Denkmälern, die das Stadtbild Jüterbogs zieren. Deshalb bat der 78-Jährige am MAZ-Lesertelefon um Hilfe. „In wessen Verantwortungsbereich fällt diese Angelegenheit und bis wann könnte dieser Zustand beseitigt werden?“, fragt Hillner.

Gebeine wurden zur Liebfrauenkirche verlegt

Der nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Sowjetische Soldatenfriedhof am Beerstrauch wurde im Zuge des Straßenausbaus (B102) am Neumarkttor aufgelöst. Die Gebeine von 26 Gefallenen bekamen 2014 nach Verhandlungen mit der Russischen Botschaft einen neuen Platz mit Gedenkstein auf dem Friedhof der Liebfrauenkirche am Dammtor. Das Ehrenmal am Beer­strauch blieb stehen und wurde mit neuen Pflastersteinen rund um den Sockel bereits ein wenig verschönert. „Das finde ich richtig und ehrenwert“, sagt Hillner dazu.

Der neu angesäte Rasen darum könnte auch sehr schön sein, wenn er nicht schon halb zertrampelt wäre. Doch Bernd Hillner ist der Meinung, der Anblick des Denkmals lade regelrecht zu dem lieblosen Umgang mit der ganzen Anlage ein, denn die Wertschätzung sei momentan nicht wirklich erkennbar. Zuvor war das Denkmal von kleinen Sträuchern umgeben, weswegen der bröckelnde Zustand nicht weiter auffiel. Inzwischen steht es aber vollkommen frei, ist gut sichtbar und macht den Eindruck des baldigen Zerfalls.

Denkmal-Sanierung gefordert

„Der Frühling naht und zu uns kommen wieder viele Touristen“, erklärt Bernd Hillner. Oft beobachtet er selbst, wie Leute von Außerhalb die Denkmäler in Jüterbog mit Begeisterung fotografieren. Einige fragen ihn sogar nach geschichtlichen Hintergründen.

Zuständig für die Gedenksäule ist das Bauamt der Stadt. Auf MAZ-Nachfrage sagte Bauamtsleiterin Kira Wenngatz, dass „eine Betonsanierung“ geplant sei und das Denkmal „für 2017 im Haushalt angemeldet“ ist. Die Beratungen über den Etat laufen aktuell in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung. Darüber hinaus ist nicht sicher, ob die Gedenksäule tatsächlich unter Denkmalschutz steht.

Von Isabelle Richter

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