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Künstler wollen Bahnhofsumfeld mitgestalten

Rangsdorf Künstler wollen Bahnhofsumfeld mitgestalten

Bei einer Einwohnerversammlung in Rangsdorf haben die Anlieger aus der Bahnhofsnähe, Unternehmer, Gemeindevertreter und interessierte Bürger über Konzepte und mögliche Kunstwerke im Ortszentrum diskutiert.

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Kerstin Becker (M.) präsentiert Vorschläge, daneben Klaus Rocher (r.) und Stephan Wilhelm

Quelle: Andrea von Fournier

Rangsdorf. „Wir würden es versuchen, wenn wir irgendwo noch Mittel finden.“ Diesen und Sätze ähnlichen Inhalts formulierte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) mehrmals während der Veranstaltung am Donnerstagabend, und man merkte ihm das Bemühen an, trotz der angespannten Haushaltssituation langfristig zu planen und mit Bürgerbeteiligung das Beste für seine Gemeinde herauszuholen. Seiner Einladung zur Einwohnerversammlung, deren einziges Thema die Bahnhofsumfeldgestaltung war, folgten Anlieger aus der Bahnhofsnähe, Unternehmer, Gemeindevertreter und interessierte Bürger.

Kreatives Einbringen

Zwischen all den technischen Vorgaben und Details, die es im Baugeschehen zu beachten gibt, gab es auch einige Teilnehmer, die sich kreativ in die Gestaltung einbringen wollen. Das bewiesen Ideen, die die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer Brandenburg (Gedok) einbrachten. Von Beginn des Planungsprozesses an hat die Gedok ihr Interesse zur ästhetischen Entwicklung des Areals bekundet. Gerlinde Förster, Rangsdorferin und Vorsitzende der Gemeinschaft, betonte die Begrüßungssituation und elementare Wirkung, die ein Bahnhof auf Besucher hat. Besonders, weil der Ort keine „richtige Mitte“ im Sinne eines Marktplatzes habe. „Der Bahnhof ist der Auftakt, den es zu inszenieren gilt“.

Vorschläge erläutert

Zunächst hatte der Bürgermeister Pläne, Kosten und Kostenschätzungen von bereits fertiggestellten Bauphasen sowie von den Teilen, die noch der Umsetzung harren, gezeigt und kommentiert. Dann konnte Gemeindevertreter Stephan Wilhelm (SPD) den ersten Vorschlag seiner Fraktion dazu erläutern. Schließlich bekam die Zossener Künstlerin Kerstin Becker das Wort. Sie hatte sich mit dem Thema Bahnhof, mit Reisen, Ankommen und Abfahren und den früheren Gegebenheiten um die Rangsdorfer Schrankenanlage beschäftigt. Interessiert verfolgten die Einwohner, wie Becker ihre Ideen von aufgewickelten oder hochaufragenden verschlungenen Schranken, von Denkmalen reisehastender Menschen mit Koffer und Hund präsentierte.

Lust auf Kunst im öffentlichen Raum

Das schien Lust auf Kunst im öffentlichen Raum zu machen. Obwohl die Anwesenden wussten, dass überhaupt noch nichts entschieden ist, eröffnete sich doch vielen, welche Chance sich hier zur Aufwertung des Ortes ergibt. Praktische Fragen wie angedachte Straßenbreiten, die Schaffung von Übersichtlichkeit der Fahrbahn an einer Engstelle der Ladestraße, das Vorhalten eines Platzes für einen S-Bahnsteig, Parkplätze und verschließbare Einstellmöglichkeiten für hochwertige Fahrräder wurden besprochen.

Stephan Wilhelm brachte mehrfach Problemlösungen von Bahnhöfen anderer Orte ins Gespräch. Bürger fragten, ob nach möglichen Mitfinanzierern Ausschau gehalten wird, was der Bürgermeister aufgreifen wird. Das geplante Bahnhofsgebäude wie auch Anliegerbeiträge für den Ausbau von Goethe- oder Ladestraße wurden diskutiert. „Die Umfeldgestaltung schreit nach einem Gedankenwettbewerb“, sagte eine Rangsdorferin.

Stephan Wilhelm erinnerte daran, dass es vor Vergabe einer Studie bereits die Befragung von über 400 Bahnpendlern gegeben habe, bei der Fahrradabstellmöglichkeiten, W-Lan, Parkplätze und Service gewünscht wurden.

Von Andrea von Fournier

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