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Kultur auf dem Umgehungspfad

Ausstellung des Kunstvereins in Baruth Kultur auf dem Umgehungspfad

20 Künstler bereiten eine neue Ausstellung unter dem Titel „Umgehungsstraße“ in Baruth vor. Organisiert vom Kunst- und Kulturverein Alte Schule zeigen sie Installationen rund ums Thema Verkehr entlang eines schmalen Asphaltpfades, der mal ein Schleichweg war.

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Ulrich Jansen und Susanne Kleinlein am Wolke-Modell.

Quelle: Hartmut F. Reck

Baruth. Dass Kunst sich mit profanen Dingen wie einer Ortsumgehung beschäftigen kann, mag überraschen. Bewiesen wird es ab Sonntag in Baruth. Dort steht im Schatten der Sebastian-Kirche das alte Schulgebäude, in dem mehrere Künstler wohnen. Und es ist das Zentrum des Kunst- und Kulturvereins Alte Schule, der jedes Jahr eine Ausstellung zu einem anderen Thema organisiert.

In diesem Jahr ist es „Ortsumgehung“ und somit das Thema Auto, Straße und Verkehr. Das Vorbild liegt gleich hinter dem großen Garten der Alten Schule: ein asphaltierter Weg zwischen der alten Kernstadt und einer wildwüchsigen Natur, was dort so eng wie sonst wohl nirgends zusammenliegen.

Dabei ist der Begriff „Umgehungsstraße“ reichlich übertrieben. Zwar diente der „Weg im Haag“, wie er genannt wird, 2009 als Schleichweg, um die Bauarbeiten an der Hauptstraße (B96) innerörtlich zu umgehen, war aber offiziell nie eine Umgehungsstraße. Diese führte weiträumig über Paplitz. Nur Insider wussten von der kleinen Ortsumgehung, die inzwischen für den Kfz-Verkehr wieder gesperrt ist, dafür aber eine Asphaltschicht hat und als Fußgänger-, Rad- und Skaterweg abseits der viel befahrenen Ortsdurchfahrt und für die kommenden vier Wochen als Kunstmeile dient.

Beiderseits dieses Asphaltpfades errichten derzeit 20 Künstler aus ganz Deutschland und dem Ausland Installationen und Skulpturen zum Thema „Straße“ – und sie müssen es nicht umsonst machen. „Uns ist es gelungen, von verschiedenen Stiftungen, der Stadt und vom Kreis so viele Fördermittel zu akquirieren, dass jeder Künstler 1000 Euro für sein Werk bekommt“, sagt Organisatorin Susanne Kleinlein vom Kunstverein.

Am weitesten fortgeschritten ist ihr Baruther Künstlerkollege Ulrich Jansen. Er hat aus Teerpappe, Rasen und kleinen Büschen ein Miniaturmodell des Weges im Haag angelegt. Darüber verläuft ein Draht, an dem eine Wolke aus Polyester hin- und herfährt, die aus einem kleinen Schlauch mit Wasser gespeist wird und es auf die Straße regnen lässt. Das ist nur eine von vielen Ideen, die sich die Künstler haben einfallen lassen. Die volle Bandbreite kann man ab Sonntag, 13 Uhr hinter der Alten Schule am Walther-Rathenau-Platz 5 sehen. Im Hof gibt es Speisen und Getränke. Die Ausstellung dauert bis zum 3. Oktober.

Von Hartmut F. Reck

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