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Kulturfrau will Leben in die „gute Stube“ bringen

Ludwigsfelde Kulturfrau will Leben in die „gute Stube“ bringen

Die 45 Jahre alte Stefanie Hornung soll die Kultur in Ludwigsfelde voranbringen. Seit dem 1. Juli leitet sie dieses Sachgebiet in der Stadtverwaltung. Am Dienstag stellte sie ihr Konzept den Mitgliedern des Sozialausschusses vor.

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Stefanie Hornung bei der Bühnendekoration des Klubhaussaals für die Einschulungsfeiern am Wochenende.

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Sie soll die Kultur in Ludwigsfelde ankurbeln: die 45 Jahre alte Stefanie Hornung. Seit dem 1. Juli leitet sie dieses Sachgebiet in der Stadtverwaltung. Am Dienstag stellte sie ihr Konzept den Mitgliedern des Sozialausschusses vor.

Mit dem Tod von Bürgermeister Frank Gerhard im vergangenen Jahr fehlte die Leitung sowohl des Sachgebiets als auch des teuer sanierten Klubhauses. Außerdem herrschte Personalnot, weil wegen des Bürgermeister-Wechsels Stellen nicht wie geplant besetzt und Honorarverträge nicht weitergeführt wurden. Hinzu kommt jüngst die Insolvenz des Klubhaus-Restaurants „Ludwig“. All diesen Umständen sei der Status Quo geschuldet, der nicht zufriedenstelle, so Hornung. Sie will die Webseite des Klubhauses wieder auferstehen lassen und sie will mit ihren Ideen auch Jugendliche und neu Zugezogene „in die gute Stube von Ludwigsfelde bitten“, wie sie das Klubhaus nennt.

Bisher sei das Kulturangebot in der Stadt stark von Amateurveranstaltungen, Kleinkunst und Vereinsangeboten geprägt. Das sei zwar ein wunderbarer „Kessel Buntes“. Doch die Zielgruppe der 30- bis 45-Jährigen komme dabei zu kurz, diese Ludwigsfelder wollten aber vielleicht mal zu Comedy-Veranstaltungen gehen oder andere Formate erleben.

Mit ihrer Erfahrung aus Frankfurt (Oder) plädiert sie für ein Verhältnis von 75 Prozent Fremdvermietung und einem Viertel an städtischen Veranstaltungen im Klubhaus. Bisher seien vor allem Projekte und Feste konzeptlos übers Jahr verteilt und nach dem Füllhornprinzip finanziert. Es müsse jedoch regelmäßige Veranstaltungsreihen nach einer wiederkehrenden verlässlichen Struktur geben, so Hornung.

Obwohl oder gerade weil es um Kultur geht, eine freiwillige Aufgabe der Kommune, seien Nachhaltigkeit sowie Transparenz bei Inhalten und Abrechnungen unerlässlich. Jetzt wartet sie auf das Ergebnis einer Akustik-Untersuchung für den Saal. Und die neue Kulturfrau sagte beim MAZ-Fototermin: „Das Magenta in der Lounge kommt weg.“ Zudem werde der von vielen als kalt empfundene große Saal mit kleinen Details „angewärmt“.

Von Jutta Abromeit

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