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Teltow-Fläming Kulturverein feiert 25-jähriges Bestehen
Lokales Teltow-Fläming Kulturverein feiert 25-jähriges Bestehen
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05:15 03.11.2016
Vize-Vorsitzende Hannelore Pappschik (l.) beim Auftaktkonzert zum Jubiläumsfest.
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Blankenfelde

Von wegen Kulturleute machen sich nicht die Hände schmutzig. Hannelore Pappschik, die stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins Blankenfelde, trifft man oft, wenn sie im Park der Alten Aula Unkraut zupft oder Laub harkt. Da verwundert es auch nicht, wenn Siegrid Sohr zum Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kulturvereins am Dienstagabend selbst zur Violine greift und ein Allegro von Arcangelo Corelli für die staunende Gästeschar spielt.

Landrätin lobt das Ehrenamt

Anpacken gehört seit eh und je zu dem, was man als die Kernkompetenz des Kulturvereins bezeichnen kann. Oder wie Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) in ihrer Ansprache formulierte: „Ohne Ehrenamt geht es nicht.“ In Zeiten immer knapperer Kassen sei das, was die mehr als 60 Vereinsmitglieder leisten, keinesfalls selbstverständlich. Fast entschuldigend sagte die Landrätin: „Der Kreis unterstützt diese Arbeit mit seinen bescheidenen Mitteln.“

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) bei ihrem Grußwort. Quelle: Christian Zielke

Wenn nötig, eckt der Kulturverein auch mal an. Niemand beherrschte dies so gut wie der 2013 verstorbene Vorsitzende Bernd Heimberger, der keinem Konflikt mit der Politik scheute und im Gedächtnis von Kornelia Wehlan als „Macher“ weiterlebt. Im Gedächtnis von Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) ist Heimberger vermutlich immer noch derjenige, der mit seiner Unterschrift unter die Strafanzeige die Ermittlungen zum geplanten Rathausbau mit lostrat.

Bürgermeister als Überraschungsgast

Baier hat deshalb stets einen großen Bogen um die Alte Aula, das Domizil des Kulturvereins gemacht. Umso erfreuter war die Vereinsvorsitzende Siegrid Sohr, dass Baier am Dienstag unter den Gratulanten war. „Ich freue mich außerordentlich, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben“, sagte sie. Baier verhehlte nicht, dass es in der Vergangenheit „durchaus Kontroversen“ gegeben habe. „Ich will mir ein Blankenfelde-Mahlow ohne den Kulturverein nicht vorstellen“, sagte er und würdigte die Arbeit von Bernd Heimberger und Hannelore Pappschik.

Bürgermeister Ortwin Baier (l.) überreichte ein Bild der Alten Aula an Hannelore Pappschik . Quelle: Christian Zielke

Siegrid Sohr, die den Verein seit Januar 2015 führt, verglich ihre Arbeit mit einer Ehe. „Man lernt sich kennen, man knallt aufeinander, teilt gemeinsame Ziele und Vorstellungen vom Leben und manchmal ist man auch anderer Ansicht.“ Ein Vierteljahrhundert haben die Mitglieder des Kulturvereins ein Heim geschaffen und Freunde gefunden. „Jetzt ist es wie Silberhochzeit“, sagte Siegrid Sohr.

Geschichte

Am 1. November 1991 hat sich der Kulturförderverein Blankenfelde gegründet. Er wurde 1998 in Kulturverein umbenannt. Erster Vorsitzender war Horst Thiele.

Seit 1997 hat der Verein seinen Sitz in der Alten Aula, die zuvor als Kindergarten und Jugendklub genutzt wurde.

2004 eröffnete der Aula-Park, der auf Initiative von Bernd Heimberger gestaltet wurde.

Seit 2006 gibt es im Keller der Alten Aula ein Archiv und Museum.

Das Programm war so vielfältig wie die mehr als 1000 Veranstaltungen seit der Gründung: klassische Streichermusik vom Quartett rund um Katharina Katzer von der Kunst- und Musikschule Regenbogen, experimentelle Jazzmusik vom Saxophonisten Christoph Sinnen, Volkslieder vom Seniorenchor Blankenfelde und Poppiges vom Doppelquartett „Acht im Einklang“. Selbst der in Rangsdorf lebende Maler Ronald Paris, der es vorzieht, sich mit seinen Bildern auszudrücken, ergriff das Wort.

Von Christian Zielke

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