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Kunst als Ferienprogramm

Projekt mit Jugendlichen Kunst als Ferienprogramm

Ihre ganz persönliche Sicht auf ihre Heimatstadt Jüterbog haben acht Jugendliche während eines Ferienprojektes in sogenannten Museumskisten verewigt. Die Resultate sind jetzt im Rathaus zu sehen – und weitere sollen bald folgen.

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Bürgermeister Arne Raue (l.) freut sich über die Museumskisten der Jüterboger Schüler.

Quelle: Victoria Barnack

Jüterbog. In den Ferien Unterricht zu bekommen, ist mit großer Sicherheit nicht die erste Wahl vieler Schüler. In Jüterbog und Umgebung gibt es allerdings einige Ausnahmen. In der vergangenen Woche bekamen acht Zehn- bis 16-Jährige professionellen Kunstunterricht und wandten das Erlernte sofort in der Praxis an. Mit dem normalen Schulunterricht hatte das für die Schüler jedoch nichts zu tun. „Das Projekt ist außerschulisch“, erklärt Conrad Panzner. Der 36-Jährige stammt selbst aus einer Künstlerfamilie aus der Region und hat bereits verschiedene Kunstprojekte in und um Jüterbog betreut.

Bei dem Kurs unter dem Titel „Museum hier“, organisiert von Jens Katterwe, bekamen die Schüler die Chance, ihre Heimatstadt und alles andere, was ihnen wichtig ist, künstlerisch darzustellen. „Es ging hauptsächlich um die Beschäftigung mit der Stadt und ihrer Kultur“, erklärt Panzner. „Es soll dabei gezeigt werden, dass ein Museum überall sein kann“, ergänzt Museumsleiter Norbert Jannek. Unterstützt wird das Projekt vom bundesweiten Museumspädagogischen Verband.

Zur Orienierung und Ideenfindung gab es für die jungen Künstler am ersten Projekttag einen Stadtrundgang. Jens Katterwe führte die Gruppe nicht nur ins Rathaus und das Mönchenkloster sondern auch in und auf die Nikolaikirche. Dort fanden die Jugendlichen schließlich auch ihre Inspiration. „Man sieht an bestimmten Details, dass diejenigen wirklich dort waren“, sagt Norbert Jannek.

Bevor es allerdings an die entgültigen Kunstwerke – nämlich individuell gestaltete „Museumskisten“ aus Pappkartons – ging, sollten die Schüler noch ein wenig Kunstunterricht bekommen. „Wir haben dafür am Anfang Skizzen gezeichnet und auch verschiedene Techniken gezeigt, wie man mit Farbe arbeiten kann“, berichtet Conrad Panzner, der das Projekt leitete. Die sogenannte Mischtechnik auf den bemalten Leinwänden der Schüler fiel am Ende sogar Bürgermeister Arne Raue (parteilos) auf. „Außerdem sieht man die verschiedenen Themen, die die Schüler bewegen sehr gut“, lobte Raue die fertigen Ausstellungsstücke.

Und Conrad Panzner ist mit den Leistungen der Gruppe zufrieden. Sechs Stunden beschäftigten sich die Schüler jeden Tag mit Kunst und Kultur. Ihre Museumskisten sind seit Freitag im Rathaus ausgestellt und werden bald durch weitere Kartons ergänzt. Vom 17. bis 21. sowie vom 24. bis 28. August wird Conrad Panzner zwei weitere Kurse leiten. „Die letzten Projekte finden in den Herbstferien statt, da werden Schüler der Scholl-Grundschule dabei sein“, sagt Panzner.

Von Victoria Barnack

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