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Kunstgewerbe rund ums Schaf

Markt in Lindenbrück Kunstgewerbe rund ums Schaf

Auf dem Kunstgewerbemarkt auf dem Zossenhof in Lindenbrück drehte sich in diesem Jahr alles rund ums Schaf. Die Betreiber des Hofes veranstalteten den Markt bereits zum sechsten Mal.

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Corinna Jungblut (M.) und Jens Pohl (r.) veranstalten den Kunstgewerbemarkt zum 6. Mal in diesem Jahr.

Quelle: foto: christian dederke

Lindenbrück. Alles vom Schaf konnten die Besucher am Sonnabend beim Kunstgewerbemarkt auf dem Zossenhof in Lindenbrück bestaunen. Die Veranstalter und Eigentümer des Hofes, Corinna Jungblut und Jens Pohl, hatten zum sechsten Mal ihre Gäste dazu eingeladen. „Schade, Sie haben gerade das Schafscheren verpasst“, erzählt Jens Pohl einem Besucher. Für den Markt stellen die Veranstalter in jedem Jahr ein anderes Thema der Natur in den Mittelpunkt, in diesem Jahr war das das Schaf. Aus diesem Grund wurden auf dem Markt vor allem Schafprodukte angeboten.

An 15 Ständen zeigten Produzenten aus der Region ihre Erzeugnisse und ihre künstlerischen Fertigkeiten. Das Berliner Spinnerinnen-Trio verarbeitete Rohwolle zu nutzbarer Wolle. An einem anderen Stand konnten Kinder Filzarbeiten erstellen. Gleichzeitig zeigte eine Töpferei ihre Fertigkeiten, eine Imkerei aus Funkenmühle verkaufte ihren Honig.

Währenddessen tönen regelmäßig laute Schafslaute über den Hof. „Die Schafe erkennen sich nicht mehr, nachdem sie geschoren wurden, daher wird so laut gemeckert“, erklärt Jens Pohl. „Die Schafe brauchen einen Moment, um sich wiederzuerkennen.“ Auf dem Hof leben Skudde-Schafe, eine genügsame Rasse, die früher in Ostpreußen und im Baltikum verbreitet war. Heute ist sie vom Aussterben bedroht.

Der Kunstgewerbemarkt findet einmal im Jahr statt, jeweils am dritten August-Wochenende. Die Idee dazu hatte das Ehepaar 2010. Zwei Jahre zuvor war es auf den Zossenhof gezogen. „Wir machen auch Musikveranstaltungen am Abend und wir wollten die Besucher schon über den Tag unterhaltet, so kam die Idee mit dem Kunstgewerbemarkt“, erzählt Corinna Jungblut. Dann habe man gemerkt, dass die Veranstaltungen ein unterschiedliches Publikum anziehen, und sie getrennt.

Dass der Kunstgewerbemarkt inzwischen eine wichtige Plattform geworden ist, zeigt sich daran, dass die Erzeuger inzwischen von allein nach einem Stand fragen. „Wir haben nur zwei Voraussetzungen. Die Produkte müssen regional und selbst gefertigt sein“, sagt Corinna Jungblut.

Von Christian Dederke

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