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Teltow-Fläming Kunstgewerbemarkt auf dem Zossenhof
Lokales Teltow-Fläming Kunstgewerbemarkt auf dem Zossenhof
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06:05 21.08.2017
Arnold Klaehr aus dem Spreewald präsentierte auf dem Kunstgewerbemarkt seine Holzarbeiten. Quelle: Marina Ujlaki
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Lindenbrück

Der rustikale Stern zwischen Holzpantinen, Gesundheitsbrettchen und Klapperlatschen fiel ihnen schon beim Reinkommen ins Auge, es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Steffi und Lutz Reikat gehörten zu den etwa 600 Besuchern, die am Sonnabend über den achten Kunstgewerbemarkt auf dem Zossenhof in Lindenbrück schlenderten. Die beiden Merseburger genießen gerade ihren Urlaub und freuten sich über die Abwechslung.

Die Marktveranstaltung im Zossener Ortsteil Lindenbrück organisieren Corinna Jungblut-Pohl und Jens Pohl auf ihrem Pferdehof seit August 2010. Dort, wo es zwischen Scheune, Stall und Pferdegatter sonst eher ruhig zugeht und gesundheitsorientierte Reitkurse oder Trainings zum Stressabbau stattfinden, treffen sich einmal im Jahr Kunsthandwerker aus der ganzen Region.

Aussteller kommen aus der Region und zeigen nur Handgefertigtes

„Unser Markt hat sich inzwischen zu einem Publikumsmagneten gemausert“, freut sich die Initiatorin. „Es kommen Berliner und Leute aus der Umgebung“, erklärt Corinna Jungblut-Pohl. „Und weil Lindenbrück keine Gaststätte mehr hat, treffen sich hier sogar Nachbarn aus dem Dorf zu einem Schwatz.“ Jungblut-Pohl und ihrem Mann ist vor allem wichtig, dass die Aussteller aus der Gegend kommen und nur selbst Handgefertigtes anbieten. Als Standgebühr muss jeder Teilnehmer einen selbst gebackenen Kuchen beisteuern.

Mit dabei waren an diesem Markttag Arnold Klaehr aus dem Spreewald mit Holzarbeiten und der Imker Karl-Heinz Riedel aus dem benachbarten Funkenmühle. Hans-Joachim Schulze und Fred Hasselmann aus Zossen sowie Dorothea Piper aus Ludwigsfelde präsentierten ihre Malerei. Ein Korbflechter aus Halbe, Schmuckgestalterinnen aus Berlin, eine Klöpplerin aus Hennigsdorf und Oliver Pflug aus Schlalach mit hölzerner Kunst für Kinder ließen sich gern über die Schulter schauen. Die jüngsten Besucher durften sich bei Holzarbeiten, beim Filzen und Malen auch selbst ausprobieren.

Frischgebackenes Brot ist der Renner

Gespannt verfolgten nicht nur die Kinder, wie Jens Pohl und seine Helfer die zum Hof gehörenden Skuddenschafe schoren. Schon das schwierige Einfangen der flinken Haustiere bot einen großen Spaß und wurde mit Applaus belohnt. „Die Besucher wollen nicht nur gutes ländliches Essen, sie freuen sich auch, wenn es was zu sehen gibt“, so Corinna Jungblut-Pohl. „Die Schafe müssen wir sowieso scheren, also zeigt mein Mann es hier.“

Bei den Besuchern kam das Angebot der Marktleute gut an. „Es gibt so schöne Sachen hier“, schwärmte etwa Susanne Ordyniak, die mit ihrem Mann Mandiro aus Berlin gekommen war. „So bunt wie das Angebot ist auch mein Einkauf: Schmuck, Holzbrettchen, leckeres Brot, Wildkräuter und Kartoffeln frisch vom Feld.“ Wie in den Vorjahren rauchte auch der Steinbackofen auf dem Vierseithof wieder. Etwa 100 noch warme Rundlinge gingen über den Tisch. Das frische Brot war ebenso ein Renner wie die Schmalzstullen. Markt-Organisatorin Corinna Jungblut-Pohl blickte zufrieden auf das bunte Treiben auf ihrem Hof: „Geht doch wie geschnitten Brot.“

Von Marina Ujlaki

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