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Teltow-Fläming Kunststücke mit Tieren und Maschinen
Lokales Teltow-Fläming Kunststücke mit Tieren und Maschinen
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00:31 07.09.2015
Cosima Gulde beim Informatikcamp des Hasso-Plattner-Instituts, hier mit Jarek Liesen aus Falkensee. Quelle: privat
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Mahlow

Mit 18 Jahren darf man sich noch ausprobieren, mit 18 muss man noch nicht genau wissen, welche Wege man später einmal gehen wird. Kurz nach der Schwelle zum Erwachsenwerden wollen sich die meisten ausprobieren und unter den vielen Möglichkeiten wählen, die ihnen offen stehen. Cosima Gulde hatte bisher kaum Erfahrung in der Informatik. Die 18-jährige Schülerin aus Mahlow ist zwar mit Computern groß geworden, „aber außer Texten und Powerpoint-Präsentationen habe ich bisher nicht viel gemacht“, sagt sie. Im August hat sie an einem Informatikcamp des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam teilgenommen. „Ich wollte einfach wissen, wie das ist“, sagt sie.

Ein paar Monate später fand sie sich inmitten von 40 jungen Leuten auf dem Campus am Griebnitzsee wieder. „Wir bekamen einen zweistündigen Crashkurs in Informatik“, erinnert sie sich. Anschließend wurden die Teilnehmer in Fünfer-Gruppen aufgeteilt, in denen es Laien wie Cosima gab aber auch Tüftler, die schon als Kinder echte Computer-Cracks waren. Gemeinsam sollten sie einen Roboter zusammenbauen und so programmieren, dass er einen Hindernisparcours bewältigt. „Das hat nur so halb geklappt“, sagt Cosima Gulde. Die beiden Damen in der Gruppe hatten die Maschine zwar aus Gehäuse, Zahnrädern, Akku und Platine zusammengebaut, doch die drei Jungs sind mit dem Programmieren nicht rechtzeitig fertig geworden. Doch darum ging es bei dem fünftägigen Camp auch gar nicht. Mit Spielen und Übungen haben die Studenten, die den Kurs betreut haben, für ein besonderes Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmern gesorgt. Man habe auf jeden Fall viel gelernt, sagt Cosima Gulde. Sie weiß nun, dass sie wahrscheinlich nicht Informatik studieren wird – als eine der wenigen, die mitgemacht haben. „Es war eine interessante Erfahrung, aber ich möchte doch lieber etwas anderes machen.“ Wenn sie im kommenden Jahr ihr Abitur in Berlin-Lichtenrade geschafft hat, möchte sie Betriebswirtschaft studieren. „Marketing interessiert mich sehr“, sagt sie.

Was mit den Robotern nicht so funktioniert hat, klappt mit Pferden umso besser. In ihrer Freizeit ist die 18-Jährige Dressurreiterin. Dort beherrsch sie den Parcours sehr erfolgreich. 2012 siegte sie bei der Kreismeisterschaft in Ostprignitz-Ruppin. In Teltow-Fläming belegte sie im vorigen Jahr mit ihrem Pferd Pontiacs Passion den dritten Platz. Täglich ist sie auf dem Reiterhof in Neubeeren und trainiert. Wenn sie im Sattel sitzt, bekommt sie den Kopf frei. „Mein Pferd ist wie mein bester Freund. Wir verstehen uns ohne Worte. Das hat etwas Magisches“, sagt sie. Seit fünf Jahren hat sie ihr eigenes Pferd – für viele Mädchen ist das einer der größten Wünsche. Cosima Gulde hat ihn sich erfüllt und weiß, dass ein eigenes Tier vor allem eine Verpflichtung ist. Egal ob die Sonne brennt oder Schnee liegt – Training geht vor. Mit Klassenkameraden den ganzen Nachmittag die neuesten Klamotten zu probieren, ist nicht ihr Ding. Im Stall zählen andere Werte wie Zuverlässigkeit und Vertrauen. Aus der Leidenschaft für Pferde einen Beruf zu machen – von diesem Gedanken hat sie sich verabschiedet. „Es soll ein Hobby bleiben“, sagt sie. Pferde zu dressieren liege ihr auf jeden Fall mehr als Roboter.

Von Christian Zielke

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