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Teltow-Fläming Kunstwerk in Ludwigsfelde ist unverkäuflich
Lokales Teltow-Fläming Kunstwerk in Ludwigsfelde ist unverkäuflich
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07:11 31.10.2014
Das Relief in Sgraffito-Technik schuf Volkhard Böhme; es zeigt die Nachrichtenübermittlung von der Antike bis ins Satelliten-Zeitalter. Quelle: Abromeit
Ludwigsfelde

Ein Ludwigsfelder Kunstwerk bleibt „Zuhause“: Es gibt Kaufgebote aus Berlin und St. Petersburg für die „Geschichte der Nachrichtenübermittlung“, doch die Eigentümer geben es nicht her. Für das rund 50 Meter lange Relief an der Eingangswand zum ehemaligen Armeeobjekt Neckarstraße wurde dem Unternehmer Jozsef Jagoschitz eine sechsstellige Summe geboten. „Aber wir verkaufen das Kunstwerk nicht, das Relief bleibt hier“, erklärt der Betreiber einer Tierpension und Mit-Geschäftsführer der Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft Ludwigsdorfer Park.

Geld könnte für Umbau eines Geländes genutzt werden

Letztere entwickelt das rund zehn Hektar große Areal mit den Wünsdorfer Werkstätten zu einem Wohnpark. Da käme solch eine Summe zwar gelegen, doch Jagoschitz erklärt, das Kunstwerk gehöre zu dem Objekt. Von 1976 bis kurz nach dem Mauerfall war dort das modernste Richtfunkbataillon der NVA stationiert.

Das Relief in Sgraffito-Technik schuf Volkhard Böhme; es zeigt die Nachrichtenübermittlung von der Antike bis ins Satelliten-Zeitalter. Quelle: Abromeit

Politisch neutral stellt das Relief in etlichen Einzelbildern die Entwicklung der Nachrichtenübermittlung von der Antike bis ins Satelliten-Zeitalter dar. Deshalb hatte sich nun ein St.Petersburger Museum dafür interessiert. Auch der vier Meter lange Papierentwurf für das Werk existiert noch, er lagert im Fundus des Stadtmuseums. Dessen Leiterin Ines Krause ist froh, dass die „Nachrichtenübermittlung“ hier bleibt. Sie sagt: „Für den neuen Reichstag hat man Werke in solchem Stil extra anfertigen lassen. Und wir haben so was in der Stadt...“ Allerdings wäre das Kunstwerk nach ihrer Ansicht woanders besser aufgehoben als am Ortsrand: „Passt so was nicht besser in unseren künftigen Stadtpark im neuen Zentrum? Dort würden sich doch viel mehr Menschen das Relief ansehen als an der Neckarstraße.“ Wie sich Krause den Transport der sepiafarbenen Darstellung auf Beton vorstellt, sagte sie jedoch nicht.

Künstler freut sich über Verbleib seiner Arbeit in Ludwigsfelde

Froh darüber, dass sein Kunstwerk in der Stadt bleibt, ist auch der Schöpfer des Reliefs, der Grafiker Volkhard Böhme. „Auch wenn es sicher nicht mehr unbeschadet von der Wand zu bekommen wäre“, sagt der heute 84-jährige Ludwigsfelder. Er hatte damals drei Entwürfe gefertigt. „Na klar war das ein Auftragswerk direkt vom Richtfunkbataillon. Ich hatte inhaltlich ziemlich freie Hand, mir hat niemand reingeredet. Nur deshalb habe ich die Sache schließlich angenommen, denn zu tun hatte ich wahrlich genug“, erzählt Böhme. Noch heute freut er sich, dass die Offiziere den Entwurf wählten, der auch sein Liebling war.

Von Jutta Abromeit

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