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Kurioser Kürbisklau an Halloween

Seehausen Kurioser Kürbisklau an Halloween

Schock für eine Familie aus Seehausen (Teltow-Fläming): An Halloween verschwand ihr preisgekrönter Riesenkürbis. Die Diebe kamen mit einem Kleinwagen und stammen vermutlich aus der Gegend. Nach Zeugen wird gesucht.

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Der Kürbis von Familie Brechlin ist ein echter Hingucker. Das dachten sich wohl auch die Diebe.

Quelle: Isabelle Richter

Seehausen. Beim Herbstfest am Samstagabend in Oehna strahlten Franziska Brechlin, ihr Ehemann Steve und Sohn Peer noch über beide Ohren.

Die dreiköpfige Familie aus Seehausen hatte beim diesjährigen Kürbisschnitzwettbewerb den ersten Platz belegt. Doch die Freude war schnell verpufft. Denn kurze Zeit später war der Riesenkürbis verschwunden.

Mit quietschenden Reifen rasten die Diebe davon

Pünktlich zu Halloween hatte die Familie den Siegerkürbis am Dienstagnachmittag in ihrem Vorgarten platziert. Wenig später, gegen 18.30 Uhr am Abend, vernahmen Franziska Brechlin und ihr Mann eigenartige Geräusche vor ihrem Haus in der Neuen Straße in Seehausen. Als sie aus der Tür traten, wollten sie ihren Augen kaum trauen. Ihr aufwendig gestalteter Kürbis war weg.

Zeitgleich fuhr vor ihnen ein Pkw mit quietschenden Reifen davon. „Es war ein älterer Fiat Punto mit eckigen Lichtern, TF-Kennzeichen und dunkler Farbe“, berichtet Franziska Brechlin.

Ehemann Steve verfolgte die Diebe noch einige Meter, bis sie in Richtung Morxdorf/Seyda verschwanden. Vermutlich kannte sich der Täter aber in der Gegend aus, denn Steve Brechlin bemerkte, dass der Fahrer frühzeitig vor jedem Abbiegen den Blinker setzte.

Krokodilstränen bei Sohn Peer

Auch wenn die Aktion nur ein schlechter Scherz war – für den dreijährigen Peer brach noch am selben Abend eine Welt zusammen. Der Sohn von Franziska und Steve Brechlin war kaum zu beruhigen. „Es war sein erster selbstgeschnitzter Kürbis. Wir haben lange gebraucht, ihn ins Bett zu bringen“, erzählt die Mutter.

Da der Riesenkürbis ziemlich schwer war und der Vorgang nur wenige Sekunden dauerte, vermutet sie, dass „es mindestens zwei Personen gewesen sein müssen.“

Die Familie hofft nun auf Hinweise

Nicht auszuschließen ist auch, dass die Täter es speziell auf diesen Kürbis abgesehen hatten. Denn die Nachbarn hatten ebenfalls ihre Schnitzarbeiten vor der Haustür präsentiert. Jedoch wurde in der ganzen Straße kein weiterer Kürbis gestohlen.

„Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Ich will unbedingt meinen Kürbis wiederhaben, das ist Diebstahl“, sagt Franziska Brechlin empört. Für die Familie habe der Kürbis einen besonderen ideellen Wert. Für jeden noch so kleinen Hinweis sind die Brechlins deshalb dankbar.

Von Isabelle Richter

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