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Kurzer Draht für die Patienten

Ab 4. Januar teleradiologisches Netz zwischen Luckenwalde und Jüterbog Kurzer Draht für die Patienten

Bislang mussten ambulante Röntgenpatienten aus Jüterbog und Umgebung den Weg nach Luckenwalde ins Krankenhaus auf sich nehmen. Ab Januar geht ein teleradiologisches Netz in Betrieb, dass das Röntgen in Jüterbog und die Auswertung in Luckenwalde ermöglicht.

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Radiologe Michael Grauenhorst vom Medizinischen Versorgungszentrum Luckenwalde an Monitoren .

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Durchschnittlich 70 Patienten aus Jüterbog und Umgebung müssen derzeit pro Woche den Weg nach Luckenwalde auf sich nehmen, um sich dort im Krankenhaus röntgen zu lassen. Zwar gibt es im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Jüterbog auch die entsprechende Technik, sie kann aber von den niedergelassenen Ärzten bislang nicht genutzt werden.

Das soll sich nun ändern. Am 4. Januar wird ein sogenanntes teleradiologisches Netz in Betrieb genommen. Das gilt aber nur für konventionelle Röntgenaufnahmen, also nicht für Ultraschall, CT oder MRT. Patienten können sich im MVZ Jüterbog röntgen lassen. Die Bilder werden dann auf elek-tronischem Wege nach Luckenwalde übertragen und dort von den ambulanten, im MVZ angestellten Radiologen Michael Grauenhorst und Gesine Paetsch beurteilt. Die Auswertungen werden zurück an den überweisenden Arzt übermittelt. Patienten mit Lungen, Knie-, Wirbelsäulen- oder Gelenkbeschwerden sparen sich also künftig Wege und Zeit.

Das hört sich einfach an, war in der Vorbereitung aber aufwendig. „Wir mussten einen Antrag beim brandenburgischen Gesundheitsministerium stellen“, berichtet Detlef Schenke, der als Abteilungsleiter für diagnostische Radiologie im Luckenwalder DRK-Krankenhaus federführend war, als stationärer Arzt aber die ambulanten Untersuchungen nicht durchführt. „Die teleradiologische Strecke ist ein echtes Novum, optimiert den Service für die Patienten und macht die nicht ausgelastete Technik in Jüterbog effektiver“, sagt Schenke. Er sagt auch: „Wir verdienen dadurch nicht etwa mehr Geld.“

Bislang fehlten für den kurzen Draht die technischen Voraussetzungen und die Erlaubnis. Dem Antrag hat das Ministerium Ende November stattgegeben. „Die Technik wurde vor allem in Form von Leitungen nachgerüstet“, sagt Verwaltungsleiter Enrico Ukrow, „wir haben dafür eine vierstellige Summe investiert.“

Der neue Service in Jüterbog wird vorerst an drei Tagen in der Woche angeboten und dort von einem Röntgenassistenten aus Luckenwalde unterstützt. „Wir starten sozusagen einen Probelauf“, sagt Detlef Schenke, „und sind auf die Resonanz gespannt.“ Sollte der Andrang kaum bewältigt werden können, würden die angebotenen Termine erweitert, im anderen Fall aber auch reduziert.

Läuft das Testmodell wie erwartet mit Erfolg, wird eine ähnliche Koproduktion auch mit dem Medizinischen Versorgungszentrum in Trebbin angestrebt. „Das ist aber ein neues Vorhaben und auch das müsste erst beantragt werden“, sagt Schenke.

Von Elinor Wenke

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