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Teltow-Fläming Labor-Bungalow für Schullandheim Dobbrikow
Lokales Teltow-Fläming Labor-Bungalow für Schullandheim Dobbrikow
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05:50 14.05.2016
Frank Knospe (l.), Uwe Roscher (M.) und Jutta Achtel (r.) beim Neubau des Bungalows. Quelle: Elinor Wenke
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Dobbrikow

Neugierig schauten die Grundschüler aus Michendorf, die am Freitag ihren letzten Abenteuertag im Dobbrikower „Haus am See“ erlebten, zur Baustelle auf der Freifläche herüber. Auf dem Gelände des Schullandheimes wird gerade ein nagelneuer Bungalow für die jungen Gäste errichtet. Mitglieder des Fördervereins vom Schullandheim bauen unter Leitung von Zimmermann Uwe Roscher ein schmuckes Blockhaus mit 30 Quadratmetern Fläche zusammen.

„Sechs Bungalows sind seit Herbst des vergangenen Jahres hier abgerissen worden, weil sie marode waren, der letzte vor drei Wochen“, berichtet Jutta Achtel, Vorstandsmitglied im Förderverein. Eine Hilferuf kam aus der Heimleitung, denn die kleinen Hütten werden dringend gebraucht – für Spielgeräte, Workshops oder Beschäftigungsangebote. Zusätzliches Geld für die Einrichtung in Trägerschaft des Landkreises Teltow-Fläming steht aber nicht zur Verfügung.

Vor drei Wochen wurde der alte Bungalow an dieser Stelle abgerissen. Quelle: Privat

„Also haben wir uns vom Förderverein in die Spur gemacht, denn wir fühlen uns ja alle mit dieser schönen Einrichtung verbunden“, sagt Jutta Achtel. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse stellte eine vierstellige Fördersumme zur Verfügung, außerdem flossen Mitgliedsbeiträge der Vereinsmitglieder, Erlöse aus mehreren Veranstaltungen und Spendengeld von Sponsoren in die neue Anschaffung.

„Die Materialkosten liegen bei 8500 Euro, dazu kommen noch Handwerkerleistungen“, erklärt Vereinsvorsitzender Frank Knospe, der selbst mit Hand anlegt. Denn ohne die tatkräftigen Eigenleistungen der Vereinsmitglieder wäre der Bau noch gar nicht möglich gewesen. Bis zu zehn Fördermitglieder in wechselnder Besetzung helfen in ihrer Freizeit – zuerst beim Abriss, jetzt beim Neubau. Seit Montag wird gesägt und gezimmert, geschraubt, gehämmert und gezapft.

Zufrieden mit der bisherigen Arbeit (v. l.): Uwe Roscher, Frank Knospe und Jutta Achtel. Quelle: Elinor Wenke

Das Beton-Fundament war zwar vorhanden, musste aber ausgebessert werden. Rund 15 Kubikmeter Fichtenholz werden verbaut und zu zwei Räumen mit Türen, Fenstern und einer Terrasse zusammengezimmert. „Es ist keine einfache Holzhütte, sondern ein Blockbohlen-Haus“, sagt Frank Knospe. Es sei stabil und füge sich gut in die Natur ein. Ein Teerdach komplettiert den Bau. Innen wird das Holz geölt; der Außenanstrich soll laut Experten noch bis zum Jahresende warten. In zwei Wochen soll der Bungalow fertig sein. „Das werden wir groß feiern“, freut sich Jutta Achtel. Der Förderverein wurde im Jahr 2012 gegründet und zählt inzwischen 31 Mitglieder.

Labor sehnlichst erwartet

Andrea Wandkowsky, Vize-Leiterin des Schullandheimes, kann die Übergabe kaum erwarten. Im neuen Bungalow soll ein „Labor“ eingerichtet werden, in dem die Kinder unter Anleitung selbst untersuchen können, was sie auf ihren Exkursionen finden.

„Wir wollen auf alle Fälle ein Mikroskop anschaffen“, sagt die Betreuerin. Damit können die Mädchen und Jungen genau unter die Lupe nehmen, was sie bei der Wanderung durch den Wald auflesen oder beim Tümpeln am See an Land ziehen. Laut Andrea Wandkowsky ist das Interesse groß. „Der Buchungskalender für dieses Jahr ist voll“, sagt sie.

Von Elinor Wenke

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