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Lärmschutz: Landräte machen Druck auf BER

Flughafen in Schönefeld Lärmschutz: Landräte machen Druck auf BER

Deutliche Kritik an der BER-Flughafengesellschaft: Weil für viele Haushalte im direkten Umfeld des BER noch immer keine tragfähige Lösung gefunden wurde, haben sich jetzt die Landräte von Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald Brandenburgs Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider (SPD) gewandt.

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Rund um den BER müssen viele Wohnungen mit Lärmschutz ausgestattet werden.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Die Flughafengesellschaft sieht sich in Schallschutzfragen weiter in der Defensive. Weil für viele Haushalte im direkten Umfeld des BER noch immer keine tragfähige Lösung gefunden wurde, haben sich jetzt die Landräte von Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald, Kornelia Wehlan (Linke) und Stephan Loge (SPD) und der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel (SPD), in abgestimmten Schreiben an Brandenburgs Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider (SPD) gewandt.

Kornelia Wehlan, Landrätin in Teltow-Fläming

Kornelia Wehlan, Landrätin in Teltow-Fläming

Quelle: Frank Neßler

Alle drei Verwaltungschefs beklagen, dass die Flughafengesellschaft die Anträge der Anwohner zu langsam bearbeitet und dabei auch kein Fingerspitzengefühl beweist. „Es dauert alles zu lange. Der Flughafen sollte eigentlich schon vor fünf Jahren eröffnen, und es sind in vielen Haushalten noch immer nicht die nötigen Dämmungen eingebaut. Da können die Betroffenen fast von Glück reden, dass es mit der Eröffnung so lange dauert“, sagt etwa der Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge.

Der Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge

Der Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge.

Quelle: Archiv

Probleme gibt es beim Schallschutz zahlreiche, die Verfahren sind komplex. Für jedes der betroffenen Häuser muss von einem Gutachter gesondert festgelegt werden, welcher Raum schützenswert ist und welcher nicht. „Damit schreibt man in Einzelfällen den Eigentümern vor, wie sie welche Räume in ihrem eigenen Haus zu nutzen haben. Das ist sehr ärgerlich“, so Loge. Das Problem ist ebenso bekannt wie das der rigiden Auslegung von Bauvorschriften. Mitunter wurde Schallschutz abgelehnt, weil bestimmte Raumgrößen oder -höhen um wenige Zentimeter unterschritten werden. Rechtlich ist das wohl einwandfrei. Die Verfahrensweise führe aber zu unnötigen Diskussionen, in die letztlich auch die Landkreise verwickelt werden, weil sie die Bauaufsichtsbehörden für Wohngebäude in den betroffenen Lagen sind, heißt es in den Briefen. Dabei hätten die Baubehörden mit der Genehmigung neuer Wohnungen schon ausreichend zu tun.

Bei der Flughafengesellschaft verweist man offenbar auf den Planfeststellungsbeschluss, in dem festgelegt ist, welcher Raum welchen Schutz bekommt. Auf die Briefe – von denen der aus Dahme-Spreewald allerdings noch unterwegs ist – gibt es bisher aber noch keine offizielle Antwort.

Von Oliver Fischer

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