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Teltow-Fläming Land will marode Brücke abgeben
Lokales Teltow-Fläming Land will marode Brücke abgeben
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17:53 12.08.2014
Die Genshagener Brücke über den Großbeerener Graben. Quelle: Stadt Ludwigsfelde
Genshagen

Zurzeit debattieren die Stadtverordneten von Ludwigsfelde nicht nur über Großprojekte wie das Stadtzentrum. Sie diskutieren auch über eine kleine und marode Brücke bei Genshagen. Das Land hat nach den Worten der Ludwigsfelder Bauverwaltung „in einem seit zwölf Jahren geführten Streit endlich zugegeben, dass es zuständig ist“, so Fachbereichsleiter Torsten Klaehn. Nun bietet es 20000 Euro an, damit die Stadt diese Brücke abreißt. Bedingung: Sie nimmt diese in ihre Regie.

Der einzige Weg für Landwirte nach Diedersdorf

Das Land lässt solche kleinen Brücken seit Jahren entfernen, weil das Geld fehlt, um sie zu ersetzen. Mit diesen Bauwerken werden Landwirtschaftswege über Bewässerungsgräben geführt. Eine dieser Brücken ist die bei Genshagen über den Großbeerener Graben. Dirk Houschka, der neue Ortsvorsteher von Genshagen, ist sauer: „Das ist der einzige Weg weit und breit und die einzige Möglichkeit für Landwirte, Radfahrer und Wanderer, um von Genshagen nach Diedersdorf zu kommen.“

Den Umweg über die öffentlichen Straßen und Großbeeren hält Houschka für umzumutbar. „Ich kann nicht verstehen, dass sich das Land hier aus der Verantwortung nimmt.“ Houschka erinnert an das Wanderwegenetz, das Anfang der 1990er Jahre angelegt wurde und zu dem auch der Weg über die jetzt baufällige Brücke gehört. Für die Stadtverordneten im Bauausschuss und im Hauptausschuss von Ludwigsfelde ist das Endlos-Tauziehen des Landes mit der Stadt neu. Sie haben kein Verständnis für Drohgebärden aus Potsdam.

Bereits zwei Brücken trotz Protest abgerissen

Einhellig wollen sie einen Vor-Ort-Termin mit möglichst vielen Beteiligten, um alle Aussagen zu prüfen. Tenor von SPD-, Linke- oder CDU-Stimmen: Man sollte sich die Zeit nehmen und anschauen, was dort los ist und wie viele Brücken es betrifft. Dann könne man eine Entscheidung treffen. Außerdem haben die Nachbargemeinden an diesen Querfeldein-Verbindungen auch ein Interesse. Daher wollen sie mindestens Vertreter aus Großbeeren dabeihaben. Denn die Brücke liege im Grenzbereich zum Nachbarn, dessen Bewohner und Landwirte die Brücke ebenfalls nutzten. Das Land hatte in vergangenen Jahren bereits gegen den Willen von Ludwigsfelde die Mittelgraben-Brücke und das Diedersdorfer Wehr abgerissen.

Von Jutta Abromeit

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