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Land verweigert Großbeeren Bauflächen

Bürgermeister: „Eine Ohrfeige“ Land verweigert Großbeeren Bauflächen

Stets zugesagt, dennoch abgelehnt – der Zuzugsort Großbeeren bekam jetzt vom Land „eine Ohrfeige“, sagt Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos). Die Gemeinde darf im Ortsteil Heinersdorf nur zwei von 29 Hektar als Wohnbaufläche entwickeln. Doch die Gemeinde will sich wehren.

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Bürgermeister Carl Ahlgrimm

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Ein zweites Mal in wenigen Monaten klappt es für Großbeeren nicht, eine Riesenfläche von jeweils mehr als 20 Hektar in Wohnbauland umzuwandeln. Der stark wachsende Ort braucht aktuell etwa 2000 Wohnungen für Einheimische, Zuzügler und GVZ-Arbeitskräfte.

Zweite Klatsche in wenigen Monaten

Im November waren Vorstellungen für das Areal An den Saufichten vorerst geplatzt, am Donnerstag informierte Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) den Hauptausschuss von einer Entscheidung des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft: „Alle größeren Entwicklungsflächen in Heinersdorf sind von der Landesplanung rausgestrichen, es bleiben uns nur noch kleine Flächen am Gutspark zur Verdichtung.“

Ahlgrimm erklärte: „Das ist eine Ohrfeige ins Gesicht der Gemeinde, weil es bisher immer gegenteilige Aussagen gab.“ Im Entwurf des Flächennutzungsplans hatte Großbeeren nördlich der Bebauung im Ortsteil Heinersdorf drei Teilflächen von insgesamt 29 Hektar als Entwicklungsgebiet ausgewiesen.

Plan fürs Flughafenumfeld

Das sind unbebaute Ackerflächen, größtenteils im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Diedersdorfer Heide und Großbeerener Graben. Dennoch hatte man dem rasant wachsenden Ort seit 2006 stets zugesagt, sich dort entwickeln zu können. „Wir saßen als Bürgermeister und Landräte mit der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg am Tisch zum Gesamtkonzept fürs Flughafenumfeld“, sagte Ahlgrimm. Die jetzt abgelehnten 27 Hektar gehörten sowohl zum ratifizierten Strukturkonzept fürs Flughafenumfeld als auch zum Gemeindeentwicklungsplan bis 2020.

Ahlgrimm sagt der MAZ: „Diese Pläne waren also seit über zehn Jahren bekannter, übergeordnet und einvernehmlich abgestimmter Planungswille der Gemeinde.“ Es habe nach Abstimmung mit allen zuständigen Behörden Einigkeit geherrscht, wie Teile des LSG hätten ausgegliedert werden können.

Planungshoheit betroffen

Nun jedoch sei dieses für Großbeeren so wichtige Papier „im wesentlichen hinfällig“, sagte Ahlgrimm. Damit sehe sich die Gemeinde bei der Ausübung ihrer Planungshoheit „unzumutbar beeinträchtigt“. Deshalb werde sie „sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Mittel prüfen“, um gegen die Ministeriumsentscheidung vorzugehen, so der Bürgermeister.

Von Jutta Abromeit

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