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Teltow-Fläming Jury für Dorfwettbewerb im Niederen Fläming
Lokales Teltow-Fläming Jury für Dorfwettbewerb im Niederen Fläming
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16:15 27.06.2018
Der Rundgang der Jury endete mit beinem kleinen Fest vor dem Dorfladen. Auch Einwohner waren zahlreich gekommen und bekräftigten das Bild von der lebendigen Dorfgemeinschaft. Quelle: Uwe Klemens
Wahlsdorf

„Landblick mit Weitblick“ schwärmt Birgit Wohlauf, wenn sie über ihr Heimatdorf Wahlsdorf und dessen Ortsteil Liepe spricht. Am Montag hatte Wohlauf für diese Schwärmerei eine ganz besonders große Bühne. Beim Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ war an diesem Tag die Bewertungskommission für den Landesausscheid zu Gast, bei dem Wahlsdorf mit sechszehn weiteren, brandenburgischen Dörfern ins Rennen geht.

Jeder wollte mitmachen

Die Zeitvorgabe von exakt 100 Minuten, um den Ort in all seinen Aspekten ausgiebig zu beleuchten, hatte bei Ortsvorsteher Thomas März und Birgit Wohlauf seit Monaten für Aufregung gesorgt. „Was zeigt man? Kriegen wir die 100 Minuten überhaupt voll?“ waren am Anfang die quälenden Fragen“, erzählt März. „Am Ende hatten sich die ins Gegenteil verkehrt, denn jeder im Dorf wollte mitmachen und die Frage war am Ende die, was wir weglassen.“

Wahlsdorfer sind stolz auf das Netzwerk, das sie sich selbst geschaffen haben. Woraus dieses besteht, erkundete nun die Jury des landesweiten Dörfer-Wettstreits „Unser Dorf soll schöner werden.“

Der Ton, angefangen von Wohlaufs lockerem „Ihr“ gegenüber der siebenköpfigen Jury, bis zum gemeinsamen Tänzchen vor dem Dorfladen, war auffallend locker und ungezwungen. Vor der malerischen Kulisse des als Gästehaus dienenden Gutshauses und des zum Kulturraum umgebauten Gutsstalls stimmten die Wahlsdorfs Theaterleute Claudia Engel und Matthias Ludwig mit schrägen Liedern und Kostümen die Gäste auf das ein, was sie in den kommenden knapp zwei Stunden erwarten würde. Das halbe Dorf war gekommen, um den Gästen zu zeigen, warum das Leben in Wahlsdorf so schön ist. „In einem Dorf, in dem die Akteure fehlen, stirbt die Gemeinschaft. Aber bei uns ist das Gegenteil der Fall: Weil wir so viele Akteure haben, ist unsere Gemeinschaft so stark“, gab Wohlauf mit auf den Weg.

Dorfgemeinschaft ist wie ein großes Puzzle

Nicht nur mit Beispielen für die gelungene Dorfsanierung kann Wahlsdorf punkten, sondern mit dem Zusammenspiel von Vereinen, Unternehmen und Kreativen. „Wahlsdorf funktioniert wie ein riesiges Puzzle“, sagt März. „Jeder ist wichtig, damit das ganze System funktioniert.“ Ob die von den Einwohnern gegründete Wärmegenossenschaft, der Betrieb eines beheizten Freibades, die Aktivitäten des Heimatvereins, die Kreativangebote der Patchworkbude, das alle zwei Jahre stattfindende Kulturblütenfestival, der Begegnungszentrum gewordene Dorfladen, die reitsportlichen Höhepunkte – überall stehen nur die Macher, sondern immer auch andere Einwohner dahinter, die dieses Netzwerk nicht mehr hergeben möchten.

100 Minuten im Kremser durchs Dorf

Damit in der gesetzten Zeit möglichst viel besichtigt werden konnte, reiste die Jury, von etlichen Einwohnern mit dem Fahrrad begleitet, im Kremser durch den Ort. Die Verblüffung der Juroren und ihre am Schluss spürbare Sympathie fürs Dorf erschienen so ungekünstelt, wie die 100 Minuten zuvor. Sie dürfen als gutes Zeichen gelten. Ob es Wahlsdorf geschafft hat und am Bundeswettstreit teilnimmt, verkündet die Jury im September.

Von Uwe Klemens

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