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Teltow-Fläming Landesweite Aktion „Tage der Sichtbarkeit“
Lokales Teltow-Fläming Landesweite Aktion „Tage der Sichtbarkeit“
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10:25 14.11.2018
Der dreijährige Marc (mit Basecap) schaut noch etwas skeptisch auf das Lasermessgerät. Polizeimeister Christian Szalek zeigt, wie es geht. Quelle:  
Stülpe

 Eine solche Polizeipräsenz gab es im kleinen Ort Stülpe lange nicht. Bereits um 6.30 Uhr hatten Polizeihauptmeisterin Simone Spaller und Polizeimeister Christian Szalek am Donnerstag in der Stülper Sandstraße auf der L 73 das Lasergerät aufgestellt. Innerhalb von drei Stunden wurden 55 Fahrzeuge gemessen, die aus Richtung Lynow kamen. Der Spitzenreiter war ein 35-Jähriger Ford Mondeo-Fahrer aus dem Landkreis Teltow-Fläming, der mit 73 statt der vorgegebenen 50 km/h durch den Ort fuhr. Nach Abzug von drei km/h Toleranz hatte der Mann noch Glück und musste nur 35 Euro zahlen.

Oberkommissar Axel Schugardt (r.) zeigt den Kindern, was beim Überquren der Straße zu beachten ist. Quelle: Margrit Hahn

Doch Geschwindigkeit war nur die eine Seite. Viel mehr ging es um die Aktion „Tage der Sichtbarkeit“, die landesweit erstmals durchgeführt wurde. Vor der Schule standen Ute Streckert und Hartmut Preuß, die Verkehrserzieher der Luckenwalder Polizeiwache. Sie kontrollierten, ob Eltern mit funktionstüchtiger Beleuchtung unterwegs waren. Bei vier Fahrzeugen wurden Mängel festgestellt. Da die meisten Kinder jetzt in der dunklen Jahreszeit den Schulbus nutzen, kommen nur wenige Mädchen und Jungem mit dem Fahrrad. Insgesamt wurden acht Fahrräder kontrolliert, bei drei fehlten die Speichenreflektoren. Revierpolizist Eckehard Seidel und Oberkommissar Axel Schugardt hatten Reflektoren dabei und statteten die Radfahrer damit aus.

Revierpolizist Eckehard Seidel im Gespräch mit den Schülern. Quelle: Margrit Hahn

„Bei Dunkelheit ist das Unfallrisiko dreimal höher als am Tag. Deshalb solltet ihr auch selbst darauf achten, sicherer unterwegs zu sein“, riet Eckehard Seidel den Grundschülern. Knapp 750 Fußgänger und rund 2600 Radfahrer verunglückten im vergangen Jahr im Straßenverkehr im Land Brandenburg. Oftmals werden sie einfach übersehen. Helle Kleidung und Reflektoren seien das A und O . Während Reflektoren noch in 140 Meter Entfernung zu sehen sind, liegt die Erkennbarkeit von dunkler Kleidung nur bei knapp 25 Metern. „Eltern sollten schon beim Kauf der Kleidung darauf achten. Es gibt auch reflektierende Reißverschlüsse und Nähte“, so Seidel. Die Schüler der Stülper Grundschule fanden es gestern super, dass anstelle von Mathe und Deutsch Verkehrserziehung auf dem Stundenplan stand. Sie durften das Geschwindigkeitsmessgerät testen. Polizeimeister Christian Szalek zeigte ihnen, wie man Raser aufspürt. „Der rote Punkt muss auf das Fahrzeug treffen, dann den Auslöser drücken“, fordert Szalek.

145 Grundschüler dabei

Die elfjährige Lea aus Woltersdorf war erstaunt, wie langsam die Autofahrer durch Stülpe fuhren, nachdem sie das Lasergerät entdeckt hatte. „Ansonsten fahren sie viel schneller. Auch bei uns in Woltersdorf“, sagt die Schülerin. 145 Stülper Grundschüler wurden in die landesweite Aktion einbezogen. Auch die Kinder und Erzieher der Kita „Landmäuse“ ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen. Christian Szalek hat das Lasergerät fast in die Knie gezwungen, damit auch die Knirpse einen Blick werfen konnten. Nur die Allerkleinsten mussten sich mit einem Blick ins Polizeiauto zufriedengeben. Auch vor der Kita erfolgten bereits in den frühen Morgenstunden Kontrollen. Dort wurden zwei Autos aufgespürt, deren Licht nicht in Ordnung war.

Von Margrit Hahn

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