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Landkreis modernisiert die Rettungsflotte

Jüterbog Landkreis modernisiert die Rettungsflotte

Der Rettungsdienst im Landkreis Teltow-Fläming hat zu Jahresbeginn eine umfangreiche Modernisierung seiner Fahrzeugflotte erfahren. Vier Notarztautos und drei Rettungswagen wurden angeschafft – eine Investition in Höhe von 800 000 Euro insgesamt. Die technische Ausstattung musste aber nicht umfassend erneuert werden.

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Schlüsselübergabe: Denny Lindner, Sachbearbeiter Rettungsdienst beim Landkreis, mit Olaf Lehmann und Björn Schrodt (v. r.) von der Jüterboger Rettungswache.

Quelle: Iris Krüger

Jüterbog. Der Rettungsdienst des Landkreises hat seine Fahrzeugflotte für die Notfallrettung erneuert. In diesem Zuge erhielten vier Rettungswachen in Teltow-Fläming je ein neues Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Zudem wurden auch neue Rettungstransportwagen (RTW) in Betrieb genommen.

Damit investiert der Landkreis 800 000 Euro in Fahrzeuge der neuesten Generation. „Die Investition trägt dazu bei, die Notfallrettung mit modernster Fahrzeug- und Medizintechnik optimal auf die Versorgung von Notfallpatienten auszurichten“, sagte Denny Linder, Sachbearbeiter Rettungsdienst in der Landkreisverwaltung Teltow-Fläming, bei der Übergabe des Fahrzeuges an die Mitarbeiter der Jüterboger Rettungswache am Mittwochnachmittag. „Der Landkreis ist bestrebt, einen qualitativ hochwertigen und effizienten Rettungsdienst für eine optimale Notfallrettung der Bevölkerung vorzuhalten“, fügte er hinzu.

Rettungsfahrzeuge mit einer Million Kilometer Laufleistung

Die Gesamtkosten für die vier NEF, die jetzt in Jüterbog, Luckenwalde, Zossen und Ludwigsfelde ihren Dienst versehen, betragen 290 000 Euro. Bei den Notarzteinsatzfahrzeugen handelt es sich um Mercedes Vito Tourer, ausgebaut von Ambulanz Mobile in Schönebeck (Elbe). Auch bei den Rettungswagen gab es eine Erneuerung der Fahrzeugflotte: Bereits im Februar beschaffte der Rettungsdienst drei Fahrzeuge im Wert von jeweils 500 000 Euro. Davon gingen zwei nach Ludwigsfelde, sowie einer nach Großbeeren. Der Wechsel der Notarzteinsatzfahrzeuge war notwendig geworden, da die alten Einsatzautos der Rettungsärzte bereits ausgedient hatten.

Die Rettungsdienst-Statistik aus dem Vorjahr zeigt, dass die Laufleistung eines solchen Fahrzeugs auch schnell erreicht ist. „So haben wir 2016 insgesamt 20 718 Notfalleinsätze verzeichnet, rund 35 Prozent davon erfolgten mit Notarzt“, sagt Danny Lindner. Die 17 Rettungstransportwagen und vier Notarzt-Autos legten insgesamt rund eine Million Kilometer bei ihren Einsätzen zurück.

Rund um die Uhr einsatzbereit

Das neue NEF, das am Mittwoch übergeben wurde, enthält dieselbe Ausrüstung wie das alte Fahrzeug. „Mit dem Fahrzeug werden jedoch keine Patienten transportiert“, erklärte Rene Göritz, Standortleiter der Rettungswache Jüterbog, „es dient lediglich dazu, den Arzt zum Unfallort zu bringen. Dort findet dann die Notfallversorgung statt, bis der Patient vom Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert wird“. Der Notarzt wäre somit sofort wieder für einen möglichen nachfolgenden Einsatz verfügbar. „Das NEF ist 24 Stunden täglich einsatzbereit. Auch der jeweils diensthabende Notarzt ist direkt in der Wache vor Ort und kann mit den Notfallsanitätern innerhalb von 90 Sekunden ausrücken“, erläuterte Göritz.

Umfangreiche Ausstattung

Das neue Notarzteinsatzfahrzeug, das in Jüterbog übergeben wurde, enthält die rettungstechnische Ausrüstung des Vorgänger-Fahrzeugs, da diese länger nutzbar ist.

Im Inneren des Wagens befindet sich unter anderem ein Beatmungsgerät, ein Defibrillator zur Wiederbelebung, Spritzenpumpen und eine Notfallausrüstung.

Des Weiteren werden Verbandsmaterial, Betäubungsmittel und ein Kindernotfallkoffer mitgeführt.

Auch ein Kühlschrank für kühlungspflichtige Medikamente sowie ein Wärmefach für Infusionen gehören zum Interieur.

Das Einsatzgebiet des Jüterboger Standortes umschließt den ehemaligen Altkreis Jüterbog mit allen umliegenden Dörfern. „Eben alles das, was in der gesetzlich vorgeschrieben Hilfsfrist von 15 Minuten zu erreichen ist“, so der Standortleiter weiter. Da nicht nur die Technik ständig auf dem neuesten Stand gebracht wird, sondern damit auch der Anspruch an die Rettungsdienstmitarbeiter wächst, muss das Fachpersonal stets geschult werden. Dafür werden den Notfallsanitätern regelmäßige Fortbildungen angeboten, die sie in einem bestimmten Umfang auch wahrnehmen müssen.

Von Iris Krüger

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