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Landkreis muss 1250 Flüchtlinge aufnehmen

Luckenwalde Landkreis muss 1250 Flüchtlinge aufnehmen

Nach Schätzungen des Landes muss der Landkreis Teltow-Fläming in diesem Jahr insgesamt 1250 Flüchtlinge aufnehmen, 400 sind bereist untergebracht. Für die Versorgung der noch erwarteten 850 Flüchtlinge sieht sich der Landkreis gewappnet.

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Dezernentin Kirsten Gurske.

Quelle: MAZ

Luckenwalde. Der Landkreis Teltow-Fläming muss in diesem Jahr voraussichtlich 1250 neue Flüchtlinge aufnehmen. Das teilte Vize-Landrätin und Sozialdezernentin Kirsten Gurske (Linke) auf MAZ-Anfrage mit. Das brandenburgische Sozialministerium hatte am Dienstag die Zahl von 19 000 Flüchtlingen bekanntgegeben, die das Land nach Schätzungen 2016 unterbringen muss. Gleichzeitig wurden die Kommunen über die geplante Verteilung informiert, die sich in erster Linie nach der Einwohnerzahl richtet.

400 Flüchtlinge schon untergebracht

„Rund 400 Flüchtlinge haben wir in diesem Jahr bereits untergebracht“, sagte Gurske, „also werden wir noch weitere 850 einplanen.“ Diese Aufgabe sei zu stemmen, weil man zu Jahresbeginn noch mit weitaus mehr Personen gerechnet habe. „Das Land war damals von bis zu 40 000 Flüchtlingen für Brandenburg ausgegangen“, erklärte Gurske. Aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt weiß man, dass im ersten Halbjahr etwa 7000 geflüchtete Menschen nach Brandenburg gekommen sind. Erfahrungsgemäß sei der Zustrom im zweiten Halbjahr größer. „Also sind die erwarteten 19 000 Menschen für 2016 durchaus plausibel“, sagte Gurske.

Außer in Jüterbog und Rangsdorf noch freie Kapazitäten

In Teltow-Fläming zeigt man sich für die Neuankömmlinge gut gewappnet. Nahezu ausgelastet seien bislang nur die Unterkünfte in Jüterbog und Rangsdorf, in allen anderen gebe es derzeit gut verteilt noch freie Kapazitäten. Über die konkrete Verteilung der Neuankömmlinge auf die einzelnen Kommunen wollte sich die Sozialdezernentin noch nicht festlegen. „Wir werden zunächst Kommunen berücksichtigen, die noch freie Plätze haben, beziehungsweise die, die bislang noch keine Flüchtlinge aufgenommen haben“, erklärte Gurske. Beispielsweise hätten Baruth, Dahme und Niederer Fläming bisher noch keine Flüchtlinge untergebracht.

Flüchtlinge warten auf Familiennachzug

Aktuell leben in Teltow-Fläming 1550 Flüchtlinge und rund 400 Asylberechtigte mit Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen. Die meisten Flüchtlinge sind in Blankenfelde-Mahlow, Ludwigsfelde und Luckenwalde untergebracht. Laut Gurske gibt es in den Gemeinschaftsunterkünften eine ständige Fluktuation. Nicht jeder Hartz-IV-Leistungsempfänger wolle aber aufgrund seiner aktuellen Lebenssituation sofort ausziehen – zum Beispiel, wenn er auf den Nachzug der Familie wartet. „So lange es freie Plätze gibt, werden wir sie nicht zum Ausziehen drängen“, sagte Gurske. Für die Versorgung der künftigen Ankömmlinge favorisiert sie statt der Heimunterbringung eher Wohnungen.

Von Elinor Wenke

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