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Landkreis schließt Lücken im Breitbandausbau

Teltow-Fläming Landkreis schließt Lücken im Breitbandausbau

Mehr als 5000 Haushalte und 84 Unternehmen in Teltow-Fläming sollen in den nächsten Monaten mit schnellem Internet versorgt werden. Mit Hilfe von Fördermitteln investiert der Landkreis dafür rund 15 Millionen Euro.

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Glasfaserkabel – für 15 Millionen Euro investiert der Landkreis ins schnelle Internet.

Quelle: DPA

Luckenwalde. Der Landkreis Teltow-Fläming profitiert erneut vom Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau. „In der aktuellen Förderrunde wurden dem Landkreis in einem vorläufigen Zuwendungsbescheid exakt 7 431 005 Euro zugesprochen“, bestätigt der Kreis-Beigeordnete Detlef Gärtner (SPD) der MAZ auf Anfrage. Das Geld soll für den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internetzugangs ausgegeben werden.

Kreis-Beigeordneter Detlef Gärtner

Kreis-Beigeordneter Detlef Gärtner

Quelle: Margrit Hahn

In einer „Sisyphus-Arbeit“, so Gärtner, habe der Landkreis zuvor die Schwachstellen und „weißen Flecke“ ermittelt, wo Haushalte und Wirtschaftsunternehmen noch nicht zufriedenstellend mit schnellem Internet versorgt sind. „Konkret heißt das, dass 289 Kilometer Lehrrohre im Tiefbau verlegt und mit Glasfaser bestückt werden müssen“, kündigt Gärtner an.

„Insgesamt werden damit weitere 5058 Haushalte und 84 Unternehmen mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt“, so Gärtner weiter. 40 Prozent aller angeschlossenen Nutzer verfügen laut Gärtner bereits jetzt über eine Bandbreite von 100 Mbit/s. Auf Grundlage dieser Studie habe sich der Landkreis um Fördergeld beworben.

Höhe der Investitionen verdoppelt sich

„Ich freue mich natürlich, dass wir die beantragten Mittel vom Bund bekommen“, sagte Gärtner, „nicht nur Privatpersonen in den Haushalten, auch die Wirtschaftsunternehmen sind heute auf schnelle Internetverbindungen angewiesen.“ Dem Bedarf wolle man unbedingt nachkommen. Die Höhe der Investitionen werde sich dabei sogar nahezu verdoppeln, da der Bund die Summe von mehr als sieben Millionen Euro als 50-prozentigen Förderanteil zahlt. „Dazu kommen weitere 40 Prozent vom Land und weitere zehn Prozent, die der Landkreis an Eigenmitteln aufbringen muss“, erklärt Gärtner. Insgesamt werde man also rund 15 Millionen Euro verbauen können.

Neu am Förderprogramm sei, dass der Bund auch ausdrücklich die Bildungseinrichtungen fördert. So soll künftig nicht nur jede Schule auf der schnellen Datenautobahn unterwegs sein können, sondern jede einzelne Klasse sowie die Schulverwaltung sollen in Zukunft mit einer Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s ausgestattet werden.

2018 sollen die Arbeiten beginnen

„Wir werden uns jetzt also noch einmal die Entwicklungen der Schulen anschauen und darauf reagieren müssen“, sagt Gärtner. Dann muss europaweit ausgeschrieben werden. Der endgültige Zuwendungsbescheid werde erst nach den Ausschreibungsergebnissen erteilt. „Wenn die Kosten von unserem ursprünglichen Antrag abweichen, wird auch der Fördermittelbescheid angepasst“, so Gärtner.

Wo genau noch Bedarf besteht und die Breitbandkabel in den nächsten Monaten verlegt werden, wollte Gärtner aus Wettbewerbsgründen nicht nennen. „Aber überall da, wo es sich für die Telekommunikationsunternehmen bisher nicht gelohnt hat, soll nun nachgerüstet werden“, sagt er. Der Beigeordnete rechnet damit, dass im ersten oder zweiten Quartal 2018 mit den Arbeiten begonnen werden kann. „Wenn alles fertig ist, wird der gesamte Landkreis wie andere Kreise in Brandenburg auch flächendeckend mit schnellem Internet mit mindestens 30 Mbit ausgestattet sein“, stellt Gärtner in Aussicht.

Von Elinor Wenke

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