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Teltow-Fläming Landkreise kooperieren beim Notarzteinsatz
Lokales Teltow-Fläming Landkreise kooperieren beim Notarzteinsatz
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14:10 21.04.2016
Der Einsatz von Notärzten in Dahme und Baruth ist weiterhin geregelt. Quelle: dpa
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Dahme

15 Minuten von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Notarztes oder des Rettungsassistenten sind in Brandenburg das angestrebte Ziel. Nicht immer und überall lässt sich die lebensrettende Vorgabe auch umsetzen. Schwierigkeiten gibt es bei Ortschaften, die weit entfernt vom nächsten Notarzt-Standort gelegen sind.

Kooperation der Kreise seit 2004

Seit 2004 kooperieren deshalb die Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald beim notärztlichen Einsatz miteinander. Regelmäßig wird die vor zwölf Jahren erstmals geschlossene öffentlich-rechtliche Vereinbarung den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Nun steht die nächste Aktualisierung ins Haus. Wenn beide Kreistage zustimmen, tritt das Papier Ende Juni in Kraft.

Hintergrund

Die Rettungsdienst Teltow-Fläming GmbH ist ein Eigenbetrieb des Landkreises.

182 Mitarbeiter in neun Rettungswachen sind kreisweit im Einsatz. Die Wachen befinden sich in Mahlow, Ludwigsfelde, Trebbin, Zossen, Luckenwalde, Jüterbog, Petkus, Dahme und Baruth. Ludwigsfelde, Zossen, Luckenwalde und Jüterbog sind zugleich die vier Notarztstandorte.

15 000 bis 16 000 Einsätze gibt es pro Jahr. Zwischen 5 000 und 6 000 Mal kommt dabei der Notarzt zum Einsatz. Die Kosten tragen die Krankenkassen.

„Notwendig ist die Aktualisierung diesmal vor allem wegen der vielen geänderten Ortsbezeichnungen und Straßennamen, ansonsten ändert sich praktisch nichts gegenüber dem, wie wir es schon lange praktizieren“, sagt Denny Mieles, der im Auftrag des Landkreises als Geschäftsführer die Rettungsdienst Teltow-Fläming GmbH in Luckenwalde leitet, „trotzdem ist dieser Schritt notwendig, damit wir die Zusammenarbeit wieder auf rechtlich saubere Füße stellen.“

Versorgungslücken in Randgebieten

In der Praxis betrifft die Kooperation in erster Linie den Einsatz des Notarztes, da das Netz der Rettungswagenstandorte dichter als das der Notärzte gestrickt ist. Versorgungslücken im Dahmer Raum, sowie in der Stadt Baruth und deren Ortsteilen werden mit der Vereinbarung geschlossen. In der Dahmer Region gilt die Vereinbarung für die Orte Schöna-Kolpien, Kemlitz, Schwebendorf, Zagelsdorf, Rosenthal, Sieb, Wildau-Wentdorf, Görsdorf, Liedekahle, Liebsdorf, Prensdorf und für die Stadt selbst. Im Raum Baruth sind Klausdorf, Glashütte, Dornswalde, Mückendorf, Paplitz, Radeland und Schöbendorf sowie die Kernstadt im Paket inbegriffen. Alle genannten Orte werden im Bedarfsfall von den Notarztstandorten Luckau beziehungsweise Teupitz aus angefahren. Der parallel alarmierte Rettungswagen kommt weiterhin aus der eigenen Region.

Abgerechnet wird über die Krankenkassen

Mehrkosten entstehen dadurch für keinen der beiden Landkreise, wie Mieles erläutert. Denn die Kosten des Notarzteinsatzes werden direkt mit den Krankenkassen der Patienten abgerechnet. „Wir als Landkreis sichern uns mit der Vereinbarung eine schnellere Erstversorgung, positiver Effekt für LDS ist die bessere Auslastung der Notarztstandorte.“

Zurückgenommen wird mit der neuen Vereinbarung die Kooperation in der Stadt Zossen und in deren Ortsteil Zesch am See, da diese vom eigenen Notarztstandort in Zossen aus schneller erreichbar sind.

Von Uwe Klemens

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