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Landrätin baut auf ehrenamtliche Helfer

Runder Tisch Flüchtlinge gibt Antworten Landrätin baut auf ehrenamtliche Helfer

Die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen hält Kornelia Wehlan (Linke), Landrätin im Kreis Teltow-Fläming für eine Mammutaufgabe, die von Behörden, Gemeinden, sozialen Einrichtungen und ehrenamtlichen Helfern gemeinsam gelöst werden kann. Beim ersten „Runden Tisch Flüchtlinge“ in Luckenwalde beantwortete die Verwaltung Fragen der Helfer.

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Bei der ersten Zusammenkunft der Flüchtlingsinitiativen am „Runden Tisch“ in Luckenwalde.

Quelle: Fotos: Martina Burghardt (2)

Luckenwalde. Mit der wachsenden Zahl der Asylsuchenden nimmt auch die Hilfsbereitschaft zu. Neben denen, die von Berufs wegen soziale Dienste leisten, finden sich immer mehr ehrenamtliche Helfer in Flüchtlingsinitiativen zusammen, sieben gibt es bereits im Landkreis Teltow-Fläming. Um ihre Fragen zu beantworten, hat Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) einen „Runden Tisch Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Ziel ist eine enge Zusammenarbeit.

„Wir empfinden Sie als unsere Kooperationsbrücke zur Zivilgesellschaft“, sagte Wehlan zu den Teilnehmern der ersten vierstündigen Konferenz im Friedrichgymnasium Luckenwalde. Die hatten zuvor Fragen eingereicht. Die schriftlichen Antworten darauf wurden zusammen mit ausführlichem Informationsmaterial für Helfer und Flüchtlinge verteilt. Darüber hinausgehende Fragen wurden von den zuständigen Leitern der Behörden beantwortet.

Rechte der Ehrenamtler und Fragen zur medizinischen Versorgung

Die wichtigsten Themen waren die Rechte der Ehrenamtler, Versicherungsfragen, die medizinische Versorgung der Flüchtlinge, das Lernen der deutschen Sprache und Arbeitsmöglichkeiten. Auch Vorbehalte und Ängste, negative Stimmung und Panikmache kamen zur Sprache. Obwohl es nicht auf jede Frage eine allseits befriedigende Antwort gab, ist das Ziel klar. Von den ehrenamtlichen Helfern erwartet die Landrätin weitere Signale, wie die Hilfe ausgebaut werden kann.

Seit 2007 hat sich die Zahl der Asylbewerber verzehnfacht, seit 2013 gab es einen sprunghaften Anstieg. „Wir stehen vor einer Mammutaufgabe, die wir annehmen“, sagte Kornelia Wehlan. „Wir schaffen das.“ Die zahlreichen Hinweise, die an diesem „Runden Tisch“ gegeben worden seien, werden in der Verwaltung abgearbeitet, versprach sie.

Um den Kontakt zwischen Ehrenamtlern, Einrichtungen und Behörden zu erleichtern, wurde die Gemeinnützige Arbeitsförderungsgesellschaft Klausdorf (GAG) mit der Koordination beauftragt. Dort kann unter anderem der Bedarf an Sachspenden erfragt werden. Die Integrationsbeauftragte Christiane Witt bleibt weiter Ansprechpartnerin für das ehrenamtliche Engagement. Darüber hinaus ist Christian Rettig seit kurzem für die Unterbringung von Flüchtlingen im Kreis zuständig.

Internetseiten wie von der GAG und vom Kreis sowie Angebote des Landes seien geeignet, „gegenseitig anzudocken“, so die Landrätin. „Was wir jetzt vorhaben, soll eine Institution werden, um Integration besser managen zu können“, sagte sie zum „Runden Tisch“.

Obwohl die rechtlichen Rahmenbedingungen, der Finanz- und Personalbedarf und die Pro-blemlösung vor Ort die Verwaltung täglich vor neue Herausforderungen stellen, sieht die Landrätin optimistisch in die Zukunft. „Wir begreifen das als Chance“, sagte sie und bezeichnete den Kreistagsbeschluss von 2013, die Flüchtlinge nicht in riesigen Unterkünften, sondern dezentral aufzunehmen, als „weise“.

Wenn die Menschen sich gut aufgenommen fühlten und blieben, könne man dem schon herrschenden Fachkräftemangel etwas entgegensetzen. Dafür müsse man alle Kräfte bündeln und einen Masterplan erarbeiten, der die Bereiche Kita und Bildung, Wohnen, Gesundheit sowie Arbeitsmarkt berücksichtigt. Mehrfach hob Wehlan die Bereitschaft der Kommunen, insbesondere der Mittelzentren, hervor, hier ihre Verantwortung wahrzunehmen.

Von Martina Burghardt

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