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Landwirte rechnen mit guter Maisernte

Dahmeland-Fläming Landwirte rechnen mit guter Maisernte

Während sich die einen über den späten Sommer dieser Tage freuen, bereitet das heiße Wetter vor allem den Landwirten in der Region Kopfzerbrechen. Denn Temperaturen über 30 Grad Celsius und ausbleibender Niederschlag lassen den Mais in diesem Jahr früher reifen als üblich. Das ist besonders für den sogenannten Silomais ein Problem.

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Bis Mitte Oktober läuft die Maisernte.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Während sich die einen über den späten Sommer dieser Tage freuen, bereitet das heiße Wetter vor allem den Landwirten in der Region Kopfzerbrechen. Denn Temperaturen über 30 Grad Celsius und ausbleibender Niederschlag lassen den Mais in diesem Jahr früher reifen als üblich. „Mit jedem Tag wird der Mais trockener“, sagt Bernd Schütze vom Landwirtschaftsamt Teltow-Fläming.

Das ist besonders für den sogenannten Silomais ein Problem. Dieser wird je zur Hälfte als Tierfutter und Energieträger für Biogas-Anlagen genutzt. „Für die Silage sollte der Mais rund 20 Prozent Feuchtigkeit besitzen, viele Pflanzen sind allerdings schon jetzt viel zu trocken“, sagt Helmut Dornbusch, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Teltow-Fläming. Denn genau diese Restfeuchtigkeit mache den Mais erst zu einer „Top-Energie-Pflanze“, so Dornbusch. Wenn sie auf dem Feld vertrockne, könne man nur noch die Körner nutzen, ähnlich wie bei normalem Getreide. „Einige Landwirte entscheiden in solchen Fällen operativ, ob sie den Mais noch ins Silo bringen oder lieber als Körnermais auf dem Feld lassen“, erklärt Manfred Schuhmann vom Landwirtschaftsamt Dahme-Spreewald.

Trockenheit nicht so negativ

Die Trockenheit habe sich in diesem Jahr aber nicht ganz so negativ auf den Ertrag ausgewirkt, erklärt der Vorsitzende des Bauernverbandes Südbrandenburg Thomas Goebel. „Im vergangenen Jahr setzte die Trockenheit so früh ein, dass sich die Maispflanzen gar nicht richtig ausbilden konnten, in diesem Jahr aber steht der Mais ganz gut im Feld“, sagt er. Daher rechnet der Landwirt in diesem Jahr mit einer mittleren durchschnittlichen Ernte. Dennoch hält sich die Freude in Grenzen. „Landwirte sind Rohstofflieferanten und die Preise orientieren sich am Rohölpreis. Ist der niedrig, bekommen auch wir das zu spüren“, sagt Goebel. Auch die steigenden Lohnkosten würden dazu führen, dass bei einigen Betrieben die Luft knapp wird. „Im nächsten Jahr soll der Mindestlohn in der Landwirtschaft um 60 Prozent steigen, dass muss man erst einmal verkraften“, so Thomas Goebel.

Ernte bis Oktober

Die Maisernte hat gerade erst begonnen und dauert noch bis in den Oktober. Anfang dieser Woche waren daher im Landkreis Teltow-Fläming erst rund 16 Prozent des Silagemaises geerntet. Insgesamt rechnet Bernd Schütze vom Landwirtschaftsamt mit einer guten durchschnittlichen Ernte. So wird beim Silomais mit einem Ertrag von 265 Dezitonnen pro Hektar gerechnet. Beim Körnermais, der erst später geerntet wird, wenn die Blätter schon gänzlich vertrocknet sind, rechnen die Bauern mit einem Ertrag von 85 Dezitonen pro Hektar.

Dies sind allerdings nur durchschnittliche Werte. „Wir hatten auch schon sehr gute Jahre, in denen der Silomais bei 400 Dezitonnen pro Hektar lag“, erklärt Bernd Schütze. „Im Landkreis Dahme-Spreewald rechnen wir mir keinem übermäßigen, aber doch einem guten Ertrag“, sagt Manfred Schuhmann.

Von Danilo Hafer

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