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Landwirtinnen im Dreierpack

Gottsdorf Landwirtinnen im Dreierpack

Auf dem Ökobauernhof „Klinkenmühle“ haben die Betreiber Kathrin und Andreas Lütteken immer zu tun. Sie freuen sich, dass ihre drei Töchter die Liebe zur Landwirtschaft mit ihnen teilen. Die älteste Tochter studiert bereits Landwirtschaft in Bernburg. Für ihre jüngeren Zwillingsschwestern steht aber auch schon fest, dass sie in die Fußstapfen der Eltern treten wollen.

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Die 19-jährige Marthe Lütteken studiert in Bernburg Landwirtschaft und kommt gern nach Gottsdorf.

Quelle: Margrit Hahn

Gottsdorf. Kathrin und Andreas Lütteken können ihr Glück kaum fassen. Ihre drei Töchter lieben die Landwirtschaft genau wie sie. Als die Mädchen noch klein waren, haben sie schon auf dem Gottsdorfer Hof geholfen. Inzwischen studiert die Älteste, die 19-jährige Marthe, Landwirtschaft in Bernburg.

Die Zwillinge Hannah und Malin wollen ebenfalls Landwirte werden. Malin hat vor kurzem eine dreijährige Ausbildung zur Landwirtin an der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung in Groß Kreutz begonnen und lernt dort alles – von Technik bis zur Tierhaltung – inklusive Schafzucht. Hannah entschied sich erstmal fürs Fachabitur mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung. Für die 16-Jährige steht aber schon jetzt fest, dass sie danach eine Ausbildung zur Landwirtin absolvieren wird. Die zweieiigen Zwillinge können sich nichts anderes vorstellen, als in der Landwirtschaft zu arbeiten. „Wir sind ja damit großgeworden“, stellt Malin fest. Dabei haben alle drei Mädchen auch artfremde Praktika gemacht und festgestellt, dass ihnen die Landwirtschaft am liebsten ist.

Gemeinsame Arbeit auf dem Hof

Bis zur 10. Klasse waren die Zwillinge unzertrennlich. Jetzt gehen sie erstmals getrennte Wege. Um so mehr freuen sie sich, dass sie in dieser Woche wieder alle zusammen in Gottsdorf in der Klinkenmühle sind. Auch ihre große Schwester ist gekommen, denn am Mittwoch war eine Großaktion angesagt. Die Herde musste von der Weide zur Klinkenmühle getrieben werden, damit der Arzt den Tieren Blut abnehmen und sie untersuchen konnte. Die acht Monate alten Kälber werden jetzt von den Mutterkühen getrennt. Sie bekommen ihr Futter vorerst im Stall.

Die 16-jährigen zweieiigen Zwillinge Malin (l) und Hannah Lütteken wollen ebenfalls Landwirtinnen werden

Die 16-jährigen zweieiigen Zwillinge Malin (l.) und Hannah Lütteken wollen ebenfalls Landwirtinnen werden.

Quelle: Margrit Hahn

„Wenn wir die Herde zurückbringen, ist immer eine Kuh dabei, die ihren eigenen Kopf hat und dann eingefangen werden muss“, sagt Hannah. Wie ihre Zwillingsschwester Malin ist sie überall dabei und interessiert sich für alles, was den Ökobauernhof angeht. Am Dienstag bauten sie auf der Weide eine Koppel für die Kühe. Und dabei entdeckte Hannah zwei riesige Steinpilze. „Die haben wir natürlich mitgenommen“, sagt Malin. Der größte Pilz wiegt knapp drei Kilogramm. Die Pilze werden von Mutter Kathrin geputzt und getrocknet und kommen in die Soße.

Bauern haben immer zu tun

Dass man als Landwirtin immer zu tun hat und die Arbeit schwer ist, stört die Mädchen nicht. Selbstbewusst tragen sie ihre T-Shirts mit Aufschriften wie: „Ich bin nicht wie die Anderen. Ich bin Landwirt.“ Nur wenn Heilig Abend mal ein Tier ausbüxt, wie es schon einmal passiert ist, und die ganze Familie dann im Dunkeln suchen muss, finden es die angehenden Landwirtinnen nicht so lustig. Zumal sie sich ja dann auch in Schale werfen. Als eine Freundin von Hannah vor kurzem zu Besuch war und morgens aufgefordert wurde, aufzustehen um mit in den Stall zu gehen, war sie verwundert und meinte, es sei doch Sonntag.

Andreas Lütteken ist stolz auf seine Mädchen. Der Landwirtschaftsmeister wollte auch schon als Kind Landwirt werden und hat sich diesen Wunsch in Gottsdorf erfüllt. „Ich habe aber nichts damit zu tun, dass sie sich für diesen Beruf entschieden haben. Das war ihre eigene Entscheidung“, sagt er lachend.

Von Margrit Hahn

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