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Teltow-Fläming Lara Meißner verwaltet Trebbins Medien
Lokales Teltow-Fläming Lara Meißner verwaltet Trebbins Medien
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00:16 06.06.2017
Lara Meißner inmitten eines Teils des Trebbiner Bücherbestands im Keller der Grundschule in der Goethestraße. Quelle: FOTO: Hartmut F. Reck
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Trebbin

Eigentlich sei sie kein Bücherwurm, gesteht Lara Meißner, aber derzeit hat sie die Möglichkeit, einer zu werden. Jedenfalls hat sie nun direkten Zugriff auf all die Bücher und die anderen Medien in der Trebbiner Stadtbibliothek „Hans Clauert“. Im Keller der Grundschule in der Goethestraße verwaltet sie seit November die Medienbestände der Stadt.

Die fast 20-jährige gelernte Industriekauffrau aus Trebbin hatte sich nach ihrer Entlassung aus betriebsbedingten Gründen bei der Stadtverwaltung für eine Stelle im Ordnungsamt beworben. Die wurde aber von einem gerade ausgelernten Azubi besetzt. Dafür bot man ihr die Schwangerschaftsvertretung in der Stadtbücherei an, was sie gern annahm und wo es ihr sichtlich Spaß macht, mit den Medien und vor allem mit den Besuchern umzugehen.

2239 Besucher in fünf Monaten

Bis Ende Mai zählte sie in diesem Jahr 2239 Besucher beziehungsweise 245 Benutzer, die sich insgesamt 2739 Medien ausgeliehen haben. Darunter waren auch 16 ganz neue Bibliotheksnutzer, die bisher noch nie dort waren – und das bei einer Jahresgebühr von nur zehn Euro.

Versteckte Lage

Lara Meißner bedauert es, dass die Bibliothek etwas versteckt liegt. „Viele meiner Bekannten wussten gar nicht, dass es in Trebbin überhaupt eine Bibliothek gibt“, sagt sie, „und wenn doch, dachten sie, dass es nur so eine Art Bücherstube für die Schüler ist und sie nicht für jeden zugänglich ist.“ Zugegeben, sind es die Grundschüler, die zu den häufigsten Besuchern zählen, weil sie regelmäßig im Zuge ihres Unterrichts hier erscheinen.

Wenn Lara Meißner nicht gerade Publikumsverkehr hat wie mittwochs am Schließtag, fährt sie nach Luckenwalde, um im Kreismedienzentrum Bücher abzuholen, die Trebbiner gerne lesen wollen, nicht aber im Bestand der dortigen Bibliothek sind, oder um sie zurückzubringen.

Erfolgreicher Bücherbasar

Von dem monatlichen Budget von 100 Euro, das ihr zur Verfügung steht, kauft sie neue Bücher oder Medien ein – natürlich im örtlichen Buchhandel. Und eine eigene Idee hat sie auch schon verwirklicht: ein Bücherbasar. Der erste hat kürzlich im Clauerthaus stattgefunden. Dafür wurden vorher 460 gebrauchte Bücher abgegeben. 41 Besucher kamen und deckten sich gegen einen Obolus mit Lektüre ein. Das soll wiederholt werden.

Von Hartmut F. Reck

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