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Teltow-Fläming Lars Bause in der Staatskanzlei geehrt
Lokales Teltow-Fläming Lars Bause in der Staatskanzlei geehrt
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00:16 27.05.2017
Lars Bause wurde von seinen Kollegen für den Lehrerpreis vorgeschlagen. Quelle: Foto: Jutta Abromeit
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Mahlow

Am Dienstagabend saß Lehrer und Sonderpädagoge Lars Bause nicht am heimischen Schreibtisch in Jüterbog, um den Unterricht für seine 8. Klasse in Mahlow am Waldblick vorzubereiten – er war mit seiner Frau Gast in der Staatskanzlei Potsdam. Dort wurde er von Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bildungsminister Günter Baaske (beide SPD) mit dem Brandenburgischen Lehrerpreis 2017 geehrt. 18 Lehrkräfte bekamen die zum sechsten Mal vergebene Auszeichnung für herausragendes Engagement in Brandenburger Schulen, je ein Pädagoge pro Kreis oder kreisfreier Stadt. Außerdem wurde wieder ein „Sonderpreis des Ministers“ vergeben. Für den Kreis Teltow-Fläming waren neben dem 35-jährigen Bause auch Sylvia Else von der Grundschule in Dahme und Kathrin Fritsche vom Friedrich-Gymnasium in Luckenwalde nominiert.

Insgesamt waren 50 Lehrkräfte in die Staatskanzlei eingeladen worden, die Namen der 18 Preisträger waren bis zuletzt geheim gehalten worden. Baaske erklärt, mit diesem Preis soll einmal im Jahr ausdrücklich Danke gesagt und sollen herausragende Lehrer besonders gewürdigt werden. Vorschläge zum Lehrerpreis hatten sowohl Schüler als auch Eltern, Schulleitungen oder Schulträger machen können, jeder Vorschlag musste von der Schulkonferenz getragen sein.

Lars Bause war von seinen Kollegen der Mahlower Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen vorgeschlagen worden. Schulleiterin Katrin Schneider gerät ins Schwärmen: „Wir haben ihm so viel zu verdanken, und das, obwohl er erst sechs Jahre bei uns ist.“ Sie meint zum Beispiel den mit 10 000 Euro dotierten Umweltpreis, den die Mahlower dank Lars Bause vor zwei Jahren erhalten hatten – als eine von bundesweit lediglich fünf Schulen. „Oder als wir Energiesparmeister Brandenburgs wurden und unser Bundesland republikweit vertreten haben“, sagt Katrin Schneider. Sie ziehe den Hut davor, was dieser junge Kollege leiste: „So ein herzlicher, liebenswürdiger und bescheidener Mensch, der auch den älteren Kollegen mit Respekt begegnet und es dennoch schafft, ihnen die neue Technik schmackhaft zu machen.“ Dank dieses Engagements könne sich die Schule Ausstattungen wie Laptops finanziell leisten, die sie sonst noch nicht bekommen hätten, sagt die Schulleiterin. Und sie schätzt an ihm, dass er von Beginn an Referendare unterstütze.

Dabei wollte Lars Bause gar nicht unbedingt Lehrer werden. „Dass das was für mich ist, habe ich erst beim Zivildienst gemerkt, als ich mit Behinderten gearbeitet und gesehen habe, dass diese Menschen es nicht leicht haben“, sagt er. Und meint, dass die Erfolge der Schule ja nicht die eines einzelnen seien. Das gesamte Flair sei es, das auch ihn beflügele. Und er sagt: „Die Kids merken hoffentlich, dass sie bei uns sein dürfen, wie sie sind.“ Dass einige von ihnen es trotz ihrer Einschränkung schaffen, eine Berufsausbildung anzugehen und sogar abzuschließen, dabei will Bause „seinen“ 14- bis 16-Jährigen auch weiterhin helfen. „Unsere Geduld ist wohl das wichtigste auf ihrem Weg, wenn sie nicht auf Anhieb alles richtig machen und unter Umständen lange üben müssen, bis etwas klappt, was anderen leichtfällt“, meint er.

Von Jutta Abromeit

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