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Teltow-Fläming Laternen-Streit geht in die nächste Runde
Lokales Teltow-Fläming Laternen-Streit geht in die nächste Runde
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02:15 10.04.2017
In Rangsdorf ist der Streit um die Straßenbeleuchtung noch nicht vom Tisch. Quelle: Markus Kniebeler
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Rangsdorf

Nach mehreren Petitionen zum Thema Straßenbeleuchtung sieht sich Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) nun sogar mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde konfrontiert. Erhoben wurde sie von Christian Möller, Anwohner im Weinbergweg. Aus seiner Sicht hat der Bürgermeister seinen Antrag auf Akteneinsicht zum Zustand der alten und zur Planung der neuen Beleuchtung im Weinbergweg erst verschleppt und dann unzureichend erfüllt. Nun muss die Gemeindevertretung darüber entscheiden.

Mehr als ein halbes Jahr leben die Anwohner im Weinbergweg nun schon im Dunkeln. Sie gehören zu denen, in deren Straße die Situation nach den Schilderungen des Bürgermeisters besonders schlimm ist. „Dort wurden Kabel für Innenräume in die Erde verlegt“, sagte Rocher, nachdem Fachleute die Elektrik geprüft haben. Eine Wiederinbetriebnahme hält er für ausgeschlossen. „Die Kabel müssen neu gemacht werden. Da liegt es nahe, neue und zusätzliche Laternen mit LED-Technik aufzustellen“, so Rocher weiter. Die bisherigen Quecksilberdampfleuchten stehen weit auseinander und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Im Dezember hatte sich die Gemeindevertretung für die Erneuerung ausgesprochen.

Maik Toppel, Christian Möller, Kerstin Ostrowski, Alexandra Weyrauch und Wolf Strauß (v. l.) zweifeln die Neubaupläne für die Beleuchtung im Weinbergweg an. Quelle: Christian Zielke

Anwohnerversammlung soll wiederholt werden

Für die Anwohner ist dies alles andere als ausgemacht. Sie wollen vor allem Informationen zum Zustand ihrer Laternen, die bis zur Abschaltung im Juli 2016 anstandslos leuchteten. Christian Möller, hatte erst im Februar aus der MAZ von den Plänen der Gemeinde erfahren. An einer Anwohnerversammlung in Januar nahm kaum einer teil. Wegen eines Versehens im Rathaus war diese lediglich in den Schaukästen der Gemeinde veröffentlicht worden. Die Anwohnerversammlung soll nun noch einmal stattfinden, hat die Gemeindevertretung beschlossen, nachdem die Anwohner dies gefordert hatten.

Bis dahin will Christian Möller von der Gemeinde vor allem Informationen. Als er am 21. März persönlich im Rathaus erschien, seien ihm die Dokumente ohne Angabe von Gründen verweigert worden. Mittlerweile hat ihm die Verwaltung einige Unterlagen auf einen USB-Stick kopiert. „Leider sind sie unvollständig“, sagt Möller. Er vermutet, dass die Gemeinde den Zustand der Beleuchtung bewusst schlecht darstellt: „Ich habe das Gefühl, dass die Mängel aufgebauscht werden, um die Anwohner zur Kasse zu bitten.“ Für einen Neubau müssten diese 75 Prozent berappen, Reparatur und Instandhaltung würden zu Lasten der Gemeinde gehen.

Bürgermeister sieht keine Versäumnisse

Der Bürgermeister sieht der Dienstaufsichtsbeschwerde gelassen entgegen. „Ich kann mich nicht nur mit Herrn Möller beschäftigen“, sagte er. Die Personalsituation im Rathaus gebe es nicht her, alle Fragen sofort zu beantworten. „Wir sind unserer Auskunftspflicht nachgekommen. Wer anderer Meinung ist, kann gern den Rechtsweg beschreiten.“ Bis dahin bleibe es im Weinbergweg dunkel – voraussichtlich bis zum kommenden Jahr.

Von Christian Zielke

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