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Lebendige Tradition

Feier in Bardenitz Lebendige Tradition

Einwohner und Gäste trafen sich am Wochenende zu drei Tagen feiern und zempern in Bardenitz

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Die Platzmeister machen beim Tanzen den Auftakt.

Quelle: Kunze

Bardenitz. Allen demografischen Erkenntnissen zum Trotz: Die Treuenbrietzener Ortsteile Bardenitz, Klausdorf und Pechüle schaffen es bis heute, die Fastnacht immer noch in drei Generationsstufen zu feiern.

Die Jugend eröffnete den Reigen der drei tollen Tage am Freitag. DJ Nico aus Treuenbrietzen heizte musikalisch ein. Für einige war die Nacht recht kurz, denn am Samstagvormittag ging es auf Zempertour durch Bardenitz. Die Schar wurde von den Keilberger Musikanten angeführt. Die Zemperer hatten einen Bollerwagen im Schlepp, der sich nach jedem „Hausbesuch“ mehr und mehr mit Hausgeschlachtetem und Getränken füllte. Gern wurde auch Bares entgegengenommen. Nicht, um es später in Form von Getränken durch die Kehlen zu jagen, sondern um Einrichtungen in den Orten zu unterstützen, wie die Kinder- und Jugendfeuerwehr, die Natur-Kindertagesstätte „Kinderland“, die Senioren oder den Sportverein SV Bardenitz.

Dessen Mitglieder sind gleichzeitig die Organisatoren der Bardenitzer Fastnacht. Sie findet im Domizil der Sportler des SV Bardenitz statt, dem ehemaligen Gasthof „Friedenseiche“. Der Aufwand ist enorm, Sportgerätschaften müssen heraus- und Feierinventar hineingetragen werden. Das sind nicht nur Tische und Stühle, auch ein Tresen wird aufgestellt. Die Versorgung übernimmt das Team von Mathias Liefeld, Wirt der „Musikantenschänke“. Die Vorbereitung der Fastnacht übernehmen SV-Sportler und andere Helfer.

Höhepunkt ist die Männerfastnacht am Sonnabend. Dann werden auch die Platzmeister aktiv, vor allem auf dem Tanzparkett – in diesem Jahr waren dies Patrick Zahn und Mathias Höhne. Die Band „Party Flair“ aus Marzahna sorgte für die passende Musik. Zwischendurch gibt es immer wieder großes Hallo, wenn wieder ein Mann von den Platzmeistern den Hut aufgesetzt bekommt, zum Tresen geführt wird und dort eine Runde schmeißt oder die Geldbörse zückt, um Einrichtungen im Ort zu unterstützen.

Am Sonntagnachmittag beendeten die Senioren den Fastnachtsreigen nicht weniger ausgelassen und tanzten zu volkstümlichen Klängen der Nieplitztaler Musikanten. Ein ganz wichtiges Ritual ist am Sonntagvormittag die „Männerversammlung“. Dann wird die Fastnacht ausgewertet und schriftlich dokumentiert. Als „Protokoll-Akten“ dienen seit mehr als 50 Jahren tatsächlich Bierdeckel. Der Umfang des in Schuhkartons verwahrten Archivs ist beträchtlich, jeder kann bei Interesse „Akteneinsicht“ nehmen.

Von H.-Dieter Kunze

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