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Teltow-Fläming Lebensretter in Reichweite
Lokales Teltow-Fläming Lebensretter in Reichweite
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00:17 29.05.2017
Die Flugleiter Susann Kowol-Arasteh und Michael Knebel zeigen den neuen Defibrillator. Quelle: Hartmut F. Reck
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Schönhagen

Hoffentlich wird das neue Gerät, das sich der Verkehrsflugplatz Schönhagen angeschafft hat, niemals gebraucht werden müssen. Trotzdem dürfte es keine Fehlinvestition sein, denn: „Es ist immer gut zu wissen, dass man jemandem helfen kann, wenn etwas passiert.“ Das sagt Flugleiter Michael Knebel über den automatischen Defibrillator, der in Reichweite seines Schreibtisches gleich neben dem Erste-Hilfe-Koffer steht. „Und der größte Fehler ist“, so Knebel weiter, „gar nichts zu tun.“ Dieser Defibrillator, der nicht größer als eine kleine Damenhandtasche ist, kann im Falle einer plötzlichen Herzschwäche – dem Kammerflimmern – Leben retten.

Einsatz bei Unfällen oder Herzinfarkt

Wer einen bewusstlosen Menschen – zum Beispiel nach einem Unfall oder beim Herzinfarkt – antrifft und noch kein Rettungswagen eingetroffen ist, sollte zum Defibrillator greifen. In vielen öffentlichen Gebäuden gibt es sie bereits – Rathäuser, Bahnhöfe, Einkaufszentren und nun auch am Flugplatz Schönhagen. Mit dem Defibrillator wird dem Herzen ein Elektroschock versetzt, der es wieder zum regelmäßigen Schlagen bringen soll.

Um das Gerät bedienen zu können, braucht man keine besonderen Vorkenntnisse. So ist das Modell, das sich die Flugplatzgesellschaft angeschafft hat, kinderleicht zu bedienen. „Es spricht mit Ihnen“, sagt Monika Kühn, Assistentin der Geschäftsleitung, „und es gibt genaue Anweisungen, was zu tun ist.“

Defibrillator gibt Sprach-Anweisungen

Die Flugleiter in Schönhagen haben zwar alle eine Erste-Hilfe-Ausbildung und haben sich schon intensiv mit der Bedienungsanleitung des neuen Defibrillators vertraut gemacht, freuen sich aber, ein so unkompliziertes Gerät an ihrer Seite zu haben, falls es wirklich mal zum Ernstfall kommt. „Wenn das Gerät geöffnet wird“, berichtet Flugleiterin Susann Kowol-Arasteh, „spricht er Sie an und sagt Ihnen, worauf zu achten und was zu tun ist – alles Schritt für Schritt.“ Das Gerät erkenne sogar, ob der Patient einen Herzschrittmacher hat.

Der Ersthelfer – ob ausgebildet oder nicht – braucht nur die Taste des Defibrillators zu drücken, um die Abdeckung zu öffnen und das Gerät einzuschalten. Dann zieht er an einem Griff, um die Elektroden freizulegen, die wie eine Abbildung zeigt an der freigelegten Brust des Betroffenen anzubringen sind. Und dann braucht er nur noch auf Aufforderung des Geräts eine blinkende Tast zu drücken.

Herzversagen kann jedermann treffen

Nach Angaben des Herstellers tritt Herzversagen ohne Vorwarnung ein und das überall und jederzeit, egal wie alt die betroffene Person ist und unabhängig von der körperlichen Fitness und dem Lebenswandel. Die meisten Betroffenen überleben einen solchen Herzstillstand nicht, es sei denn, ein Defibrillator wird in möglichst kurzer Zeit nach der Herzattacke eingesetzt.

Der Schönhagener Defibrillator steht nicht nur den Mitarbeitern und Gästen des Flugplatzes zur Verfügung. „Angenommen, jemand im Ort erleidet einen plötzlichen Herzstillstand, kann das Gerät hier abgeholt werden“, sagt Monika Kühn. Das geht zumindest zu den Öffnungszeiten von 8 bis 20.30 Uhr. Die Anschaffung sei nicht ganz billig gewesen, sagt Monika Kühn, aber ein Menschenleben sei es wert.

Von Hartmut F. Reck

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