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Leidenschaft mit Goldrand

Marion und Herbert Kwasnicki sammeln Kaffeekannen Leidenschaft mit Goldrand

Klein und bauchig, groß und schlank, geschwungen, verziert, bemalt oder bedruckt, mit Stempel oder ohne, aber fast immer weiß – so stehen sie da in Reih und Glied, die Kaffeekannen von Marion und Herbert Kwasnicki.

ALTES LAGER. . Ein langes Regalbrett voll mit ihren Sammelstücken zieht sich entlang der Wände des Schankraums ihrer Gaststätte in Altes Lager. Auch eine Vitrine, ein Stehregal und der Tresen sind mit Kannen dekoriert. „Das sind längst nicht alle“, sagt Marion Kwasnicki, „die guten Stücke stehen zu Hause in der Stube.“

Porzellan habe sie schon als Mädchen „fasziniert“, erzählt sie weiter. „Als eine gute Bekannte von meiner Familie starb, durfte ich zwei Kaffeekannen als Andenken an sie behalten. Das war der Anfang.“ Mit den Jahren kamen immer wieder neue Exemplare hinzu. Erst einzelne, doch seitdem sich die Sammelleidenschaft herumgesprochen hat, „stellen uns die Leute auch ganze Kartons voll mit Kaffee- und Milchkannen vor die Tür“, sagt Herbert Kwasnicki. Heute sind es mehr als 300 verschiedene Exemplare. „Zweimal im Jahr wird alles gespült“, berichtet er weiter, „und zwar von Hand.“ Für die Spülmaschine ist so manches gute Stück mit Goldrand nicht geschaffen.

Die Eheleute sind zwar keine Antiquitätenexperten, kennen sich inzwischen aber mit Porzellan aus. Noch zu DDR-Zeiten betrieben sie einen An- und Verkauf für Haushaltswaren aller Art. „Damals mussten wir uns mit Porzellan befassen, um die Sachen zu taxieren, die wir bekamen“, sagt Herbert Kwasnicki. Einen Katalog aus jener Zeit zieht er heute noch gern mal zurate.

Wirklich wertvolle Exemplare sind nicht in der Sammlung. Die ältesten Stücke wurden vor hundert Jahren gefertigt, die jüngeren stammen etwa aus der DDR-Export-Schmiede Kahla oder aus anderen Thüringer Porzellan-Manufakturen.

Die besseren Kannen sind aufwendig verziert mit Rankenornamenten, die sich über Griffe, Knaufe und Ränder ziehen. Die einfacheren Exemplare sind meist eher glatt und bedruckt.

Ausgefallen ist eine Porzellan-Garnitur der Marke „Fürstenberg“. Kaffee- und Milchkanne sowie Zuckerdose sind komplett silbern überzogen. Ein anderes auffälliges Exemplar ist eine weiße Steingut-Kanne der Serie „Untucht“ aus Annaburg. Auf ihrem doppelt geschwungenen Bauch prangt eine blaue Blume und oben schließt ein Zinndeckel sie, wie bei einem Bierkrug.

An manch einem der Sammlerstücke hängen auch besondere Erinnerungen. „Als aus unserer Awo-Gruppe ein Mitglied starb, schenkte mir die Tochter zwei Kannen. Das sind schöne Andenken für mich“, sagt Marion Kwasnicki, die mit ihrer Sammelleidenschaft auch schon ihre Kinder angesteckt hat. (Von Alexander Engels)

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