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Teltow-Fläming Leitkonzept beschlossen
Lokales Teltow-Fläming Leitkonzept beschlossen
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00:17 27.03.2017
Der Entwurf des Leitkonzeptes für die Gemeinde Am Mellensee wurde Ende Oktober 2016 im Saal der Sperenberger Gaststätte „Märkischer Landmann“ vorgestellt. Anschließend beantworteten Planer Frank Schuschke (3.v.l.), Geschäftsführer der Landplan GmbH, Bürgermeister Frank Broshog (hinten rechts) und die Vorsitzenden der Fraktionen in der Gemeindevertretung Fragen der Bürger. Quelle: Frank Pechhold
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Am Mellensee

Sanfter Tourismus. Attraktives Wohnumfeld. Kommunalpolitik für die Bürger und mit ihnen. Das sind drei von zehn Handlungsschwerpunkten aus dem neuen Leitkonzept für die Gemeinde Am Mellensee. Das kürzlich von den Gemeindevertretern verabschiedete Grundsatzpapier gibt die Richtung für die Entwicklung der Gemeinde bis 2030 vor.

„Hier haben wir wirklich eine gute Handlungsanleitung bekommen. Dafür hat es sich gelohnt, Fördermittel auszugeben“, zollte Lutz Lehmann (CDU) dem mit der Konzept-Erarbeitung beauftragten Büro „Landplan“ aus Erkner Lob. Der scheidende Landplan-Geschäftsführer Frank Schuschke wiederum lobte bei seinem letzten öffentlichen Auftritt die breite Bürgerbeteiligung. Jeder Einwohner hatte die Gelegenheit, Änderungswünsche und Zusätze zu dem auf der Internetseite der Gemeinde mit allen Anlagen veröffentlichten Leitkonzept-Entwurf einzubringen. Zeitgleich wurde das Dokument in den Fachausschüssen der Gemeindevertretung und den Ortsbeiräten beraten. Weiter wurden jedem Ortsbeirat mehrere  Exemplare des Entwurfs zur Verfügung gestellt. Somit konnten sich auch Bürger ohne Internetanschluss das rund 100 Seiten starke Papier ausleihen und lesen. „Wir haben rund 130 Rückmeldungen erhalten. Das ist für eine Gemeinde dieser Größe außergewöhnlich viel“, so Frank Schuschke.

Viele Meinungen zum Tourismus

Die Masse der Meinungsäußerungen bezog sich auf den Hauptschwerpunkt „Stärkung der Erholungsfunktion/sanfter Tourismus“. Dazu äußerten sich rund 70 Bürger. Viele Hinweise flossen in das Konzept ein. Beispielsweise wird der Gemeinde empfohlen, die Verleihung des Prädikates „Anerkannter Erholungsort“ anzustreben. Das hätte viele positive Effekte für die Außenwerbung. Beispielsweise könnte die Gemeinde mit Schildern an Autobahnabfahrten auf ihren Status als Erholungsort hinweisen.

Weiter sollte man darüber diskutieren wie viel Action – Motorbootfahrer – im Wassertourismus die Gemeinde verträgt. Schon jetzt sei die Wasserqualität des Mellensees schlecht. „Der Zustand wird immer schlimmer“, sagte Planer Schuschke. Es sei an der Zeit, endlich mit allen Landwirten zu reden, die Flächen in der Nähe des Mellensees bewirtschaften. So eine Gesprächsrunde wäre sehr sinnvoll, stimmte ihm Gemeindevertreter Bernd Kosensky (UWG) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins „Pro Mellensee“ zu. Bei diesem Gespräch müsse es darum gehen, das Eindringen von auf den angrenzenden Feldern ausgebrachtem Dünger in den Mellensee und andere Gewässer zu verhindern. Kosensky regte an, dass Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) die Beratung mit den Landwirten organisieren solle.

Broshog fordert starke Bürgerbeteiligung ein

Broshog nahm diese Anregung dankbar auf. Zugleich forderte er eine starke Bürgerbeteiligung ein, um die im Leitkonzept formulierten kurz-, mittel- und langfristigen Ziele zu erreichen. Das von den Gemeindevertretern beschlossene Konzept dürfe nicht beim Bürgermeister in der Schublade verschwinden „und alles geht weiter seinen gewohnten Trott. Das ist das Schlimmste, was passieren kann“, sagte Frank Schuschke. Um das zu verhindern, müsse „der mit der Aufstellung des Leitkonzepts begonnene Dialog mit den Bürgern gepflegt und fortgesetzt werden“.

Das Leitkonzept steht im Internet: www.gemeinde-am-mellensee.de

Von Frank Pechhold

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