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Teltow-Fläming Lenja Hill ist beste Vorleserin im Kreis
Lokales Teltow-Fläming Lenja Hill ist beste Vorleserin im Kreis
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00:31 28.02.2018
Die strahlende Siegerin Lenja Hill aus der Erich-Kästner-Schule Wünsdorf. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Lenja Hill aus Wünsdorf ist in diesem Jahr die beste Vorleserin aus den 6. Klassen im Landkreis Teltow-Fläming. Beim Kreisentscheid im bundesweiten Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wurde sie am Sonnabend zur Siegerin gekürt.

In der dreistündigen Veranstaltung im Luckenwalder Kreishaus setzte sich die Elfjährige aus der Erich-Kästner-Schule gegen acht Mitkonkurrenten durch: Nick Atlas, Amelie Genotte, Liam Noel Henneberg, Marek Hudjetz, Lahja Kasten, Malisa Lehmann, Joelina Paula Rehfeldt und Sarah Schwitzke. Schulen aus Blönsdorf, Groß Machnow, Luckenwalde, Glienick, Zossen, Dabendorf, Ludwigsfelde und Zülichendorf waren dabei vertreten. Doch die Entscheidung für den Siegerplatz fiel der siebenköpfigen und ausschließlich weiblichen Jury alles andere als leicht. Denn immerhin hatten sich die neun Sechstklässler ja schon bei ihren Regionalausscheiden durchgesetzt und dementsprechend erstklassige Voraussetzungen mitgebracht.

Die Teilnehmer am Vorlesewettbewerb mit den Jury-Mitgliedern. Quelle: Elinor Wenke

Zunächst konnte jeder Kandidat eine Passage aus einem selbst gewählten Buch vortragen. Lenja hatte das Buch „Gangsta-Oma“ von David Williams mitgebracht. „Das Buch ist spannend, aber auch ein bisschen traurig, weil die Oma am Ende an Krebs stirbt“, verriet Lenja.

Joelina Paula Rehfeldt hatte sich „Wunder“ von Raquel J. Palacio ausgesucht. Die Geschichte um einen zehnjährigen Jungen mit einem entstellten Gesicht wurde mit Julia Roberts als Mutter verfilmt und läuft jetzt in den Kinos.

„Die Schüler kommen so souverän und cool rüber, ohne sichtliche Aufregung“, lobte Jury-Sprecherin Heike Lehmann. Schon nach der ersten Runde bescheinigte das Preisgericht den jungen Leseratten durchweg überzeugendes Können.

Die Gruppe „Tastenfeuer“ der Kreismusikschule sorgte für die musikalische Umrahmung. Quelle: Elinor Wenke

Schwieriger fallen den Schülern meist die unbekannten Texte. Petra Hermann, Leiterin des Kreismedienzentrums und Organisatorin der Veranstaltung, hatte den Titel„Wie ein springender Delfin“ von Mark Lowery ausgesucht. „Der Börsenverein des Buchhandels hat es uns als Siegergeschenk zur Verfügung gestellt“, sagte Petra Hermann, „und es ist so neu, dass keiner der Schüler es kennen dürfte.“

„Ich weiß, wie man sich da vorn fühlt“, sagte Jury-Mitglied Delan Zandeck (21), sie hatte als Sechstklässlerin selbst am Wettbewerb teilgenommen. „Und ich war damals tierisch aufgeregt.“ Doch auch auf unbekanntem Terrain schlugen sich die Leseratten wacker, so dass die Wahl schwerfiel. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und beim eigenen Buch die Textauswahl. „Dabei geht es um gutes Vorlesen, nicht um Schauspielerei“, erklärte Heike Lehmann.

Kreissiegerin darf zum Landeswettbewerb

Die strahlende Siegerin hatte als Verstärkung Schwester Anna (9) und ihre Eltern mitgebracht. „Ich hab gestern noch mal geübt, war aber nicht sehr aufgeregt“, erzählte Lenja. Sie darf nun am Landeswettbewerb teilnehmen.

Musikalisch unterhalten wurden die Wettstreiter und das Publikum immer wieder von aufgeweckten jungen Musikern der Gruppe „Tastenfeuer“ der Kreismusikschule.

Erzieher Thorsten Lehmann, der aus Interesse als Zuhörer gekommen war, freute sich über das Selbstbewusstsein der jungen Leseratten. „Allerdings hatte die ausgesuchte Pflichtlektüre so viele englische Wörter, das finde ich nicht gut“, bemängelte er.

Von Elinor Wenke

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