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Lernen und Mitmachen beim Abfallentsorger

Ludwigsfelde/Senzig Lernen und Mitmachen beim Abfallentsorger

Werden Alttextilien wirklich sortiert, was darf auf den Müll, wie entsteht Papier? All das will er Abfallzweckverband SBAZV Besuchern und Gebührenzahlern am 17.Juni in Ludwigsfelde und am 1.Juli in Senzig zeigen.

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Solche Briefumschläge und Geldbörsen kann man aus leeren Milchpackungen und alten Kalendern basteln

Quelle: FOtO:Abromeit

Ludwigsfelde/Senzig. Alle, für die ein Abfallzweckverband immer noch lediglich eine Gruppe Müllsammler ist, können sich jetzt von aktuellen Realitäten überzeugen: Der Südbrandenburgische Abfallzweckverband öffnet am 17. Juni zum ersten Mal in so großer Form seine Türen und Tore am Stammsitz im Ludwigsfelder Preußenpark. 14 Tage später, am 1. Juli, präsentiert er sich mit einem ähnlichen Programm in Senzig. Aus Anlass des 100. Geburtstages des ortsansässigen Sportvereins wird dorthin eingeladen.

Auf den Faltblättern, die der Verband in den Haushalten der Region verteilt, spricht er die Gebührenzahler und potenziellen Besucher als „kleine und große Umweltschützer“ an und verspricht Spaß und Information an vielen Mitmach-Stationen. „An diesen beiden Tagen kann sich jeder ein Bild davon machen, dass und vor allem wie wir inzwischen Wertstoff-Sammler sind, die Papier und Glas, Metall, Bauschutt oder Alttextilien soweit wie nur möglich wieder in Verwertungskreisläufe bringen“, erklärt Lutz-Rainer Pätzold. Er ist seit SBAZV-Gründung im August 1993 Vorsteher dieses Verbandes. Und der gehört zu den erfolgreichsten und innovativsten der Branche im Land. Was den Gebührenzahler dabei wohl am meisten interessiert: Seit mehr als 20 Jahren hält er die Gebühren trotz aller Tariferhöhungen und Gesetzesänderungen im Großen und Ganzen konstant.

Nun laden Pätzold und seine Mitarbeiter und dem Motto „Feiern und dazulernen“ ein, sich ein Bild von heutiger Entsorgungs- und Verwertungswirtschaft zu machen. Von 10 bis 14 Uhr sind Besucher am 17. Juni in der Ludwigsfelder Teltowkehre willkommen. Dort wird nicht sachlich nüchtern erklärt, wie Müll richtig getrennt und entsorgt wird, sondern Hamster Freddi hilft beim Angeln und Sortieren von Abfällen. Außerdem zeigt er, was auf den Kompost darf. „Und wir haben ein bisschen gebastelt“, sagt Pätzold, steht auf und kommt mit Wegwerf-Portemonnaies aus leeren Milchverpackungen zurück. „Außerdem haben wir nicht alle alten Abfallkalender in die Papiertonne gesteckt“, erzählt er. Lacht und legt bunte Briefumschläge auf den Tisch, zurechtgeschnitten aus alten Papierseiten.

Jacqueline Voigtländer, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit im Verband, erzählt, was für diesen Tag noch organisiert ist: „Wir haben zum Beispiel ein Papiermobil aus Leipzig auf dem Hof.“ Dieses Fahrzeug ist mit allem ausgestattet, was Kinder oder interessierte Erwachsene zur Papierherstellung benötigen und zeigt alles im Maßstab 1:25. Außerdem sind Riesenrutsche und Glücksrad geordert, man kann selbst mal mit einem der Entsorgungsfahrzeuge fahren, es gibt ein Wissensquiz, einen Geschicklichkeitslauf und Besucher erfahren, wie Tonnenball gespielt wird.

Und nicht zuletzt bietet der Zweckverband für alles, was niemand in irgendeine Tonne werfen mag, seinen erfolgreichen Verschenkemarkt an: Seit wenigen Tagen werden auf den Recyclinghöfen in Ludwigsfelde und an der Frankenfelder Chaussee in Luckenwalde Dinge unter dem Motto „Geliebtes und Gebrauchtes“ angenommen, um sie auf einem großen Geschenketisch in einer leergeräumten Fahrzeughalle anzubieten. „Dort kann sich jeder mitnehmen, was ihm gefällt. Das ist sozusagen ein Trödelmarkt, bei dem man nicht bezahlen muss“, sagt Lutz-Rainer Pätzold. Er empfiehlt, ruhig mal in Abstellkammern und auf Dachböden zu gehen und lange nicht Benutztes abzugeben. Das kann vom alten Transistorradio bis zu Gartenzwergen, von alten Lampen bis zu Teekesseln und ewig nicht gehörten Schallplatten alles sein. Nicht geeignet für den Verschenkemarkt sind Möbel, große Elektrogeräte, Kfz-Teile oder kaputte und verschlissene Sachen, „also alles, was man selbst auch nicht von solch einem Tag mitnehmen würde“.

Der SBAZV ist öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger für eine Fläche von 2848 Quadratkilometern - den Kreis Teltow-Fläming und das Amt Schenkenländchen, die Gemeinden Bestensee, Eichwalde, Heidesee, Schönefeld, Schulzendorf, Zeuthen sowie die Städte Königs Wusterhausen, Wildau und Mittenwalde in Dahme-Spreewald.

Von Jutta Abromeit

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