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Teltow-Fläming Lesekompetenz aus dem Computer
Lokales Teltow-Fläming Lesekompetenz aus dem Computer
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00:20 18.09.2017
Thomas Lehne, Kanzler der TH Wildau (2.v.l.) erklärt, worin die Vorzüge von Emoree liegen. Quelle: foto: andrea von fournier
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Rangsdorf

Wie lernen Schüler Texte besser zu verstehen? Mit dieser Frage befasste sich eine Diskussionsrunde am Mittwochnachmittag in Rangsdorf. Zu der Runde waren Vertreter der Gemeinde, Schulleiter und Lehrer sowie Thomas Drescher (SPD), Staatssekretär im Bildungsministerium, Martin Laub von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Thomas Lehne, Kanzler der TH Wildau sowie Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Mit dabei auch die Gründer von „Emoree“, einem Wildauer Startup-Unternehmen, das digitale Lernleselösungen mit integrierten Lesetechniken entwickelt.

Entwickelt wegen Defiziten bei Studenten

Thomas Lehne erklärte, dass die Entstehung des Unternehmens dem Umstand geschuldet sei, dass Studenten sehr viel lesen müssen und nicht so viele Informationen wie nötig und möglich aus den Texten ziehen. Die Jugendlichen brächten keine ausreichende Lesekompetenz mit. Moderator Markus Nichelmann beschrieb die Lesekompetenz nach PISA-Definition als Fähigkeit, „geschriebene Texte zu verstehen, zu nutzen und über sie zu reflektieren“.

Blankenfelder Abiturienten waren Beta-Tester

Die „Emoree“-Gründer Klaus Gruchmann und Maja Knezovic haben mithilfe der Augenbewegungen Lesender festgestellt, dass beim Lesen im Text gesprungen wird, unverhältnismäßig lange an Stellen pausiert wird, man also abgelenkt ist. Die Lesegeschwindigkeiten sind im Durchschnitt nicht sehr hoch und die Merkfähigkeit gering. Sie haben deswegen eine Software entwickelt, die die Lesegeschwindigkeit trainiert, die Konzentration und Merkfähigkeit erhöht. Für dieses Programm waren Schüler der Klassen 11 und 12 des Kopernikus-Gymnasiums Blankenfelde im vergangenen Schuljahr die Beta-Tester, durften das Programm also ausprobieren. Katrin Rümmler, Fachbereichsleiterin Deutsch, ist begeistert: „Wir waren gefangen!“. Sie habe nicht geglaubt, was sie sah: Ihre Schüler waren freiwillig und mit Spaß bei der Arbeit, Lesegeschwindigkeiten und Merkfähigkeiten hätten sich erhöht. Dabei bietet „Emoree“ sowohl Lern- als auch die Lehrmöglichkeit, Lehrer können das Programm mit Inhalten verschiedener Fächer füllen.

Thomas Drescher gegen Pilotprojekt

Zurzeit kaufen Eltern für ihre Kinder Lizenzen, die Teilnahme am Unterricht im virtuellen Klassenraum ist freiwillig. In Rangsdorf möchte man „Emoree“ eigentlich an allen Schulen für ganze Klassen nutzen. Die Gemeinde will dem Bildungsministerium ein Pilotprojekt vorschlagen. Doch Thomas Drescher wiegelte ab: Für ihn ist „Emoree“ ein kommerzielles Produkt. Für eine Förderung kämen nur offene Programme infrage, die frei verfügbar seien. Außerdem müsse der Datenschutz beachtet werden. Er setze auf Breitbandausbau und Verbesserung der Hardware.

Von Andrea von Fournier

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