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Teltow-Fläming Leuchten für die Ärmsten
Lokales Teltow-Fläming Leuchten für die Ärmsten
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02:16 18.11.2015
Gabriele Reuner bastelt mit Enkeltochter Leni eine Laterne. Quelle: Gudrun Ott
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Zossen

Von Martin von Tours, der später heiliggesprochen wurde, weiß man, dass er mitten in einem sehr kalten Winter, als viele Menschen erfroren, seinen Mantel mit einem nackten Bettler teilte. „Was uns diese Geschichte vermittelt, ist aktueller denn je“, sagte Pfarrer Sandro Vogler, „das Teilen ist wichtig, gerade in der heutigen Zeit.“ Am Sonnabend fand der erste Martinimarkt der evangelischen Kirchengemeinde statt. Unterstützt vom Verein Bildung und Aufklärung Zossen waren rund um die Kirche Stände aufgebaut.

Die Rangsdorferin Waltraud Getschurek war mit schönen Handarbeiten gekommen, der Imker Wolfgang Stangohr hatte zur Feier des Tages einen arabischen Honigkuchen nach alter Rezeptur gebacken, der Weinbauer Jürgen Rietze aus Luckau stellte seine prämierten Weine vor, Gabriel Piesker vom Pilzhof Mellensee erklärte, warum exotische Pilze die Gesundheit fördern. Mitglieder des Heimatvereins Alter Krug boten vom beliebten Jahreskalender bis hin zu dem von Stadtsprecher Fred Hasselmann schön gestalteten Buch über Zossen und seine Ortsteile regionale Besonderheiten an, während im Gemeindesaal der Kirche Kinder mit ihren Eltern und Großeltern eifrig Laternen für den abendlichen Umzug bastelten. Gemeindepädagogin Monika Knuth nannte das Treffen in der Gemeinschaft und das Teilen eine Erfahrung gerade für Kinder, die man nicht genug fördern könne.

Gabriele Reuner war mit ihrer Enkeltochter Leni gekommen. Und während die Dreijährige mit viel Sorgfalt den Heiligen Martin samt Pferd auf ihre Laterne malte, erzählte die Großmutter von der Tradition des Martinstages. „Sankt Martin ist einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Er war ein genügsamer Mann, der ein Herz für die Armen hatte und half, wo immer er auf Bedürftige stieß.“ Martinus, auf den der Martinstag zurückgeht, wurde im Jahr 316 als Sohn eines römischen Militärtribuns in Pannonien, dem heutigen Ungarn geboren. Seine Eltern waren keine Christen und der Junge kam mit dem frühen Christentum vermutlich erst als Teenager in Berührung. Schon als Soldat soll er einen großen Teil seines Soldes verschenkt haben.

Die heutige Form des Martinszuges samt Martin als Soldat oder Bischof zu Pferde entstand nach dem Ersten Weltkrieg. In Zossen spielten Kinder die Geschichte nach, zogen mit ihren Laternen und einem Esel zu Musik über den Markt und sammelten Spenden. „Den Erlös des Tages verwenden wir für den Deutschunterricht der Flüchtlinge“, so Pfarrer Vogler.

Von Gudrun Ott

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