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Leuchtende Parade

Saisonabschluss auf dem Mellensee Leuchtende Parade

Das Strandbad Klausdorf hat am Wochenende seinen Saisonabschluss mit einer romantischen Lichterfahrt von 40 Booten gefeiert. Die Lichterfahrt wird bereits seit acht Jahren zum Ende der Badesaison vorgeführt. Manfred Kurde hatte sie 2008 initiiert, um gegen die damals drohende Privatisierung des Mellensees zu protestieren.

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Die geschmückten Boote kurz vor dem Ablegen zur Lichterfahrt.

Quelle: Andrea von Fournier

Klausdorf. Ein Vielfaches „Ah!“ und „Oh!“ ging am Samstagabend beim Anblick der beleuchteten Boote auf dem Mellensee durch die Reihen der Besucher im Strandbad Klausdorf. Dort fand der Start zur Lichterfahrt statt, mit der traditionell die Badesaison beendet wird. Romantisch leuchteten Lichterketten und Laternen auf den etwa 40 Booten, die ihre Runden durch die Wellen des Sees zogen. Angeführt wurden sie wie immer vom Grachtenboot des Fischers Ralf Dowhaluk. Mit dabei waren unter anderem Ruderboote, Segel- und Motorboote bis hin zu einem ehemaligen DDR-Polizeiboot, das einem Sperenberger Eigner gehört. Mit ihren Gefährten schipperten die Teilnehmer, kleinen Regenschauern zum Trotz, bereits das achte Jahr zur Lichterfahrt über den See.

Seeanlieger beteiligten sich ebenfalls, indem sie am Ufer Fackeln anzündeten. Einige von ihnen nahmen auch mit Booten teil. Auf dem Wasser mit dabei waren zudem auch Gäste wie ein Rehagener, der sein Gefährt kurz zuvor im Strandbad zu Wasser gelassen hatte, oder Familie Tobies-Graetz aus Berlin, die oft zum Baden ins Strandbad kommt und schon immer mal die Lichterfahrt mitmachen wollte. In diesem Jahr nahm sie dann ein Angebot des Strandbadbetreibers Swiontek an, der Boote zum Selbstschmücken anbot. Familie Tobies-Graetz schmückte ein Ruderboot mit einer Girlande und einer Lichterkette an einem hölzernen Bügel. Sohn Anton hatte sichtlich Spaß, als sein Vater zu den Rudern griff, um sich dem Zug der bunten Boote anzuschließen.

Lichterfahrt wurde 2008 gegen See-Privatisierung initiiert

Die Lichterfahrt hatte der Klausdorfer Manfred Kurde 2008 ins Leben gerufen. Vor sieben Jahren wollte er damit gegen die drohende Privatisierung des Sees protestieren. Gemeinsam mit dem „Bürgerverein Klausdorf am Mellensee“ veranstaltete er mehrere Lichterfahrten, bevor der „Wassersportclub am Mellensee“ (WSC) zum Mitorganisator wurde. Seit dem vergangenen Jahr ist der Wassersportclub nun der Hauptorganisator des Festes. Ebenfalls im vergangenen Jahr konnten die Initiative ihren Erfolg feiern: Der See ist Eigentum der Gemeinde und steht weiter allen Anliegern, Natur- und Wassersportfreunden zur Nutzung offen.

Die beliebte Lichterfahrt soll aber natürlich trotzdem fortgeführt werden. Dafür haben nicht nur die 30 Mitglieder des WSC kräftig die Werbetrommel gerührt und Spenden bei privaten Unterstützern, Hoteliers und Unternehmen gesammelt. Allein 250 Euro kamen in dem Sparschwein zusammen, das im Strandbad den Sommer über gefüttert wurde. Das Feuerwerk von Bernd Ströse auf der Badeplattform, der seit zwei Jahren für flotte Rhythmen sorgende DJ und die Gema wollen bezahlt werden. So hatte WSC-Vereinsvorsitzende Ulrike Große bei der Begrüßung vielen Mitstreitern zu danken.

Sie dankte vor allem der Kommune, die gerade das drohende WSC-Ende verhindert hat: Der Besitzer des Geländes am Mellensee, das der Wassersportclub für seine Boote gepachtet hat, wollte das Land verkaufen. Die Gemeinde Am Mellensee hat es nun erworben und ermöglicht so die weitere Vereinsarbeit.

Beim WSC können Kinder und Erwachsene das Segeln, Kanufahren und Surfen lernen und sich diesen Sportarten widmen. Besonders Kinder sind zurzeit bei den Übungsleitern Michael und Ulrike Große willkommen, weil man eine Mannschaft aufbauen will. Die jüngsten WSC-Mitglieder waren natürlich auch bei der Lichterfahrt dabei. Sie gingen gemeinsam mit den Erwachsenen an Bord der Vereins-Segelboote auf die nächtliche Lichterfahrt, während die Zuschauer bei Wein, Bier und Bratwurst das Schauspiel vom Ufer aus verfolgten.

Von Andrea von Fournier

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