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Lichterfelder Fachfrau für Spracherwerb

Kita „Pusteblume“ Lichterfelder Fachfrau für Spracherwerb

In der Kita „Pusteblume“ in Lichterfelde wird die Sprachentwicklung der Kinder besonders gefördert. Durch Bundesmittel haben sich die Erzieher um Elke Püschel fortgebildet und spezielle Materialien angeschafft. Nach dem Ende des Förderprogramms will nun die Gemeinde für die Fortführung der Offensive „Frühe Chancen“ aufkommen.

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Erzieherin Elke Püschel ist zertifizierte Sprachfachkraft.

Quelle: Peter Degener

Lichterfelde. Die Gräfendorfer Erzieherin Elke Püschel hat mehr als 30 Jahre Berufserfahrung und dabei unzählige Kinder vom Babyalter bis zum Eintritt in die Schule gebracht. Doch bevor es in der 1. Klasse darum geht, Lesen und Schreiben zu lernen, müssen die Kinder richtig sprechen können. „In meiner Zeit als Erzieherin hat sich dabei vieles verändert. Heute herrscht eine Schnellsprachigkeit bei Erwachsenen und in den Medien. Kleine Kinder brauchen mehr Hilfe beim Spracherwerb als früher“, sagt Püschel.

Zertifizierte Sprachfachkraft

Als Erzieherin der Kita „Pusteblume“ in Lichterfelde hat sich die 56-Jährige seit 2012 zur zertifizierten Sprachfachkraft weiterbilden lassen. Dazu nutzte die Gemeinde Niederer Fläming als Träger der Kita das Förderprogramm „Frühe Chancen“ des Bundesfamilienministeriums.

„Immer wieder beobachten wir Kinder, die auch mit zwei Lebensjahren die 50-Worte-Grenze noch nicht erreicht haben“, sagt Püschel. Um den Spracherwerb zu fördern seien vor allen Dingen Anregungen zum Reden und Erzählen notwendig. Gemeinsam mit ihren Erzieher-Kollegen nutzt sie dazu vielfältige Materialien. Digitale Bilderrahmen und Bildtafeln voller wuselnder Gestalten bieten Anreize für Geschichten – etwa das Frühlingsbild eines Dorfes. Auch der Speiseplan der Kindertagesstätte zeigt Bilder und lädt zum Gespräch ein.

Motorik ist mitentscheidend beim Sprechenlernen

Ein wichtiger Aspekt sei aber auch die Bewegung der Kinder. Denn die Entwicklung der allgemeinen Motorik sei für die Sprache mitentscheidend, sagt Püschel. Mit den Bundesmitteln wurden daher Bewegungsstrecken und eine Sprossenwand angeschafft. „Wir haben festgestellt, dass uns diese Materialien mögliche Sprachprobleme bei den Kindern sehr früh erkennen lassen“, erklärt die Erzieherin.

Die Kita „Pusteblume“ gilt mittlerweile als qualifizierte Sprachkita. Doch zum Ende des Jahres 2015 lief das Bundesprogramm und die Förderung einer halben Stelle von Püschel aus. In einem leidenschaftlichen Plädoyer für die mehr als 60 Kinder in der Kita hatte die Erzieherin die Gemeindevertreter davon überzeugt, wie wichtig eine Fortsetzung der Sprachförderung mit eigenen Mitteln ist. Auf Grundlage eines Vorschlags der Verwaltung haben die Gemeindevertreter einer Investition in Höhe von 30 000 Euro für Personal- und Sachkosten zu diesem Zweck zugestimmt.

Von Peter Degener

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