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Teltow-Fläming Lieselotte Loesener wird 100
Lokales Teltow-Fläming Lieselotte Loesener wird 100
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14:10 26.04.2016
Lieselotte Loesener erhält zum 100. Geburtstag Blumen von Vize-Bürgermeisterin Cornelia George. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Mit einem vielstimmigen Wunschkonzert wurde Lieselotte Loesener an ihrem besonderen Ehrentag im Luckenwalder Sankt-Josef-Stift begrüßt. Die Jubilarin beging gestern ihren 100. Geburtstag. Nach guter Tradition stimmte Betreuungsassistentin Beate Klemens gemeinsam mit vielen Heimbewohnern als erstes Lied die Brandenburg-Hymne „Märkische Heide“ an. Dann sollte Lieselotte Loesener selbst ihre Titel-Wünsche äußern, doch die Auswahl überließ sie lieber den anderen. Und so trällerten die Senioren vor allem Volks- und Frühlingslieder. Die meisten kannten die Texte aus dem Effeff, andere schauten in ihre Liederbücher und Beate Klemens begleitete das fröhliche Treiben auf der Geige.

Heimleiterin Gildis Promme gratuliert der 100-jährigen Jubilarin mit einem bunten Blumenstrauß und einem Geschenk für Leib und Seele. Quelle: Elinor Wenke

Immer wieder wurde das Programm für Glückwünsche unterbrochen. Vize-Bürgermeisterin Cornelia George gratulierte mit Blumen und einem Brief von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide. Heimleiterin Gildis Promme hatte ein Geschenk für Leib und Seele gepackt – mit Pflegeprodukten, Heidelbeer-Sahne-Likör und Schokolade zum Naschen. Friseurin Helga Trettner überbrachte neben eigenen Glückwünschen die Grüße der ehemaligen Nachbarn aus der Riedstraße. „Sie vermissen ihre Queen Mum“, sagte Helga Trettner, „Queen Mum, weil sie immer so adrett und schick frisiert aussieht.“

Lieselotte Loesener lebt erst seit Februar im Josef-Stift in der Schützenstraße. Bis dahin bewältigte sie ihren Alltag mit Hilfe von Pflegediensten noch allein in ihrer Wohnung. Die 100-Jährige ist eine echte Märkerin. Sie wurde in Gottsdorf geboren, zog mit ihren Eltern nach Kolzenburg und später nach Luckenwalde. Das Schicksal meinte es nicht immer gut mir ihr. Ihr Ehemann kehrte aus dem Zweiten Weltkrieg nicht zurück, der einzige Sohn starb als Baby an einer Krankheit. Seitdem lebt sie mehr oder weniger allein. Beruflich war sie unter anderem beim Rat des Kreises und im damaligen VEB Kraftverkehr tätig.

Lieselotte Loesener aus Luckenwalde und ihr Großcousin Gerhard Richter aus Brieselang. Er holte sie an ihrem 100. Geburtstag zum Mittagessen ab. Quelle: Elinor Wenke

Ihr Großcousin Gerhard Richter aus Brieselang kümmert sich heute um die alte Dame, er holte sie gestern auch zum auswärtigen Mittagessen ab. „Ich sehe fast gar nichts mehr“, erzählt Lieselotte Loesener, „mit den Händen taste ich ab, wie groß der Blumenstrauß ist.“ In ihrer Wohnung kam sie damit gut klar, im Seniorenheim braucht sie für jeden Gang Hilfe. Fernsehen funktioniert nur noch über das Gehör, aber sie ist aus eigener Kraft und ohne Rollstuhl unterwegs. „Ihr Appetit ist ungebrochen“, so Gerhard Richter. „Ein Lieblingsgericht kann ich gar nicht nennen“, sagt Lieselotte Loesener, „weil mir alles so gut schmeckt.“

Von Elinor Wenke

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