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Teltow-Fläming Liquidation von „Das Haus“ abgeschlossen
Lokales Teltow-Fläming Liquidation von „Das Haus“ abgeschlossen
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00:19 16.06.2017
Mit dem Kulturzentrum „Das Haus“ in Altes Lager wurde ein altes Offizierscasino zu einem Ort der Begegnung für jedermann gemacht. Quelle: Foto: Peter Degener
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Altes Lager

Die Liquidation der früheren Trägergesellschaft des Kulturzentrums „Das Haus“ in Altes Lager ist nach rund zweieinhalb Jahren erfolgreich abgeschlossen worden. Das teilte Niedergörsdorfs Hauptamtsleiterin Andrea Schütze mit.

Sie ist nicht nur die Geschäftsführerin der Institution, sondern war von den ursprünglichen Gesellschaftern der nun aufgelösten gemeinnützigen GmbH (gGmbH) auch als Liquidatorin bestellt worden. „Meine Aufgabe war es in erster Linie, alle berechtigten Forderungen an die Gesellschaft zu befriedigen“, erklärt Schütze. Dieses Projekt sei nun abgeschlossen und notariell beglaubigt.

Auflösung wurde nötig, weil das „Theater 89“ Fördermittel verlor

Ursprünglich hatte das Kulturzentrum drei Gesellschafter – zu 65 Prozent war die Gemeinde Niedergörsdorf beteiligt, zu 25 Prozent Hans-Joachim Frank vom Theater 89 und zu zehn Prozent die Gastronomin Anke Busse. Doch seit 2013 war der Verlust von Fördermitteln für das Theater 89 absehbar und der Auszug des Theaters nach fast 20 Jahren unvermeidlich.

„Wir mussten deshalb mit rund 27 000 Euro weniger Mieteinnahmen kalkulieren und fragten uns, wozu die Gesellschaft noch dienlich wäre“, begründet Schütze den Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft, der im Oktober 2014 von den drei Partnern gefasst worden war.

Stattdessen sollte „Das Haus“ zu einer kommunalen Einrichtung der Gemeinde Niedergörsdorf werden, was es bis heute ist. Der Zuschuss der Gemeinde für den Kulturbetrieb musste entsprechend um die verlorenen Mieteinnahmen erhöht werden. Er beträgt heute rund 76 000 Euro im Jahr.

Gemeinde hat durch Liquidation ebenfalls Förderungen eingebüßt

„Die gemeinnützige Gesellschaft hatte uns Türen für Fördermittel geöffnet“, sagt Schütze. Ein unerwarteter Effekt der Liquidation waren negative Bescheide für Förderanträge vom Kulturministerium. „Wir haben für 10 000 Euro Brandmelder installiert, was in der vorherigen Rechtsform zu 90 Prozent gefördert worden wäre und selbst eine Gastspielförderung über 700 Euro für eine Theateraufführung wurde abgelehnt“, erinnert Schütze sich.

„Wir sind aus Förderungen herausgefallen, obwohl wir nichts anders gemacht haben. Als Gemeinde haben wir da gemerkt, dass die ,gGmbh‘ die bessere Rechtsform für Förderungen war“, sagt Schütze.

Mit Gründung eines Freundeskreises werden wieder Türen geöffnet

Deshalb wurde noch während der Liquidation mit der Gründung des Freundeskreis-Vereins vor einem Jahr ein neuer Weg zu Fördermitteln für „Das Haus“ in Angriff genommen. Das kulturelle Angebot war von der Frage um die juristische Form zu keinem Zeitpunkt berührt, auch wenn mancher Bürger unter der Liquidation fälschlicherweise verstand, dass das Kulturzentrum geschlossen hätte. „Es hat sich toll entwickelt“, sagt Schütze.

Als neue Mieter sind der Raduga-Chor, die Bibliothek des Garnisongeschichtsvereins und eine Töpferwerkstatt eingezogen. Teile der vom Theater 89 genutzten Räume wurden zu Ferienwohnungen umgebaut. Auch das Verhältnis der einstigen drei Gesellschafter blieb positiv. „Es gab keinen Streit, sondern ein faires Miteinander und einstimmige Entscheidungen“, sagt Schütze.

Der Hof von „Das Haus“ in Altes Lager ist zu einem idyllischen Ort geworden. Quelle: Peter Degener

Von Peter Degener

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