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Lkw-Lärm raubt Neuhofern den Schlaf

Landkreis sucht nach Lösung Lkw-Lärm raubt Neuhofern den Schlaf

Die Anwohner der Neuhofer Dorfstraße haben ein Lärmproblem. Vor allem frühmorgens und nachts holpern Lkws durch den kleinen Wünsdorfer Ortsteil. Dann ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Das will sich der Neuhofer Thomas Böhm nicht länger gefallen lassen. Gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Danny Eichelbaum sagt er dem Verkehrslärm den Kampf an.

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Durchfahrende Lkw nerven die Anwohner in Neuhof

Quelle: dpa

Neuhof. Wenn frühmorgens die ersten Lkw über die Neuhofer Dorfstraße poltern, dann ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Nachts ist es noch schlimmer. „Deshalb habe ich mich dieses Problems angenommen, um Abhilfe zu schaffen“, sagt Thomas Böhm. Als betroffener Anlieger und Plan B-Sprecher wandte er sich an den Kreis- und Landtagsabgeordneten Danny Eichelbaum (CDU). Gemeinsam sagen beide dem Verkehrslärm den Kampf an.

Anwohner zählen bis zu 400 Lkw täglich

„ Rund 350 bis 400 Lkw passieren täglich diese Straße“, so Böhm. Das habe eine Zählung mit Strichlisten ergeben. All zu oft rasten Brummis mit deutlich höherer Geschwindigkeit als den erlaubten 50 Kilometern pro Stunde vorbei. Deshalb fordere er Tempo  30 im ganzen Dorf und die Überwachung der Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit.

Mit diesen Anliegen hatte sich Böhm an Danny Eichelbaum gewendet. Dieser schilderte Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) die Situation in einem Brief. Darin fragt er beispielsweise an, welche Voraussetzungen notwendig sind, um ein Fahrverbot für Lkw auf der Neuhofer Dorfstraße beziehungsweise eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 km/h zu erwirken.

Problem entsteht durch Ausweichverkehr

„Mittlerweile stapeln sich solche Briefe bei mir“, so Eichelbaum. Mal gehe es um schlecht ausgeschilderte Umleitungen, mal um den Baustillstand bei der Ortsumfahrung Thyrow. „Vor allem aber klagen die Bürger über akute Lärmbelastungen durch den Lkw-Ausweichverkehr, der durch verschiedene Straßenbaumaßnahmen im Landkreis und die Mauteinführung entstanden ist.“ Aktuelles Beispiel sei das Neuhofer Problem mit der Kreisstraße 7226.

Eichelbaum zufolge teile man in der Kreisverwaltung die Sorgen der Bürger. So stellt die zuständige Dezernentin Silke Neuling in einem Schreiben an ihn fest, dass „gegenwärtig Baumaßnahmen auf mehreren Straßen des Landkreises zu zusätzlichen Belastungen von Anwohnern an Straßen führen.“ Hinweise aus anderen Gemeinden legten  die Vermutung nahe, dass der überregionale Schwerverkehr auf der Bundesstraße 96 über die Neuhofer Dorfstraße und die anschließende Landesstraße 70 zur B 101 in Richtung A10 und Berlin ausweiche. Ursache dafür sind nach Einschätzung der Kreisverwaltung vermutlich die seit mehreren Wochen auf der B 96 im Bereich der Stadt Zossen stattfindenden Bauarbeiten.

Eichelbaum: Baunmaßnahmen besser abstimmen

Eichelbaum fordert, dass die Behörden ihre Straßenbaumaßnahmen besser abstimmen und koordinieren, um die Verkehrs-und Lärmbelastung der Anwohner so gering wie möglich zu halten. Außerdem sollte die Straßenverkehrsbehörde schneller Geschwindigkeitsbegrenzungen veranlassen, um die Anwohner von Straßen zu schützen, die als Umleitungen benutzt werden.

Aktuell sei man dabei, „die tatsächlichen Verkehrsdaten auf der Kreisstraße in Neuhof zu ermitteln“, so Hubert Grosenick, Leiter des Straßenverkehrsamtes. Überprüft würden unter anderem die durchschnittliche Verkehrsbelastung an allen Wochentagen, die Zusammensetzung des Verkehrs (Schwerverkehr, Pkw-Verkehr) und die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Um ein möglichst genaues Bild zu bekommen, habe man die Datenerhebung extra nicht in der Sommerferienzeit vorgenommen, sondern bis zum Beginn des neuen Schuljahres gewartet. So werde auch der Schülerverkehr erfasst. Wegen der Anbindung der Neuhofer Dorfstraße an die Landesstraße 70 seien Rückschlüsse auf die dortige Situation möglich.

Unterschriftensammlung auch in Kummersdorf-Alexanderdorf

Wie berichtet, hatten sich 134 Anwohner der L 70 in Kummersdorf-Alexanderdorf im Rahmen einer Unterschriftensammlung an Landrätin Wehlan gewandt. Den Bürgern geht es darum, wegen des erhöhten Lkw-Aufkommens die erlaubte Geschwindigkeit im ganzen Dorf von 50 auf 30 km/h zu senken, Verkehrsinseln zu schaffen und einen Blitzer aufzustellen.

Von Frank Pechhold

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