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Bier-Unfall: Keine Erkenntnisse zur Ursache

Trebbin Bier-Unfall: Keine Erkenntnisse zur Ursache

Der Fahrer war nüchtern und gesund: Trotzdem bemerkte er nicht, wie mehr als 100 Kästen Bier aus seinem Lkw am Montagabend in der Nähe von Trebbin (Teltow-Fläming) auf die B101 krachten. Bier überschwemmte die Fahrbahn, die für Stunden gesperrt war, und gefror an manchen Stellen. Der Schaden beträgt mehr als 20 000 Euro.

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Diese Scherben brachten kein Glück.

Quelle: Julian Stähle

Trebbin. Eine mit grünen Bierflaschen übersäte Bundesstraße 101 bot sich Polizei, Rettungsdienst und Straßenmeisterei am Montagabend in der Nähe von Trebbin. Ein großer Lastwagen hatte gegen 17 Uhr mindestens 100 Bierkästen bei voller Fahrt verloren. Die Straße war stundenlang gesperrt.

Äste zerreißen Lkw-Plane

Nach Polizeierkenntnissen kam es zu dem Bier-Erguss, nachdem der 68 Jahre alte Fahrer der Sattelzugmaschine beim Durchfahren einer Rechtskurve soweit mit seinem Brummi hinausgetragen wurde, dass er an zwei Straßenbäumen vorbeischrammte. Diese zerrissen mit ihren Ästen offensichtlich die Plane des Aufliegers. Darüber hinaus kollidierte der Lkw mit einem Verkehrsschild und einem Leitpfosten.

Bier-Bruch blockiert Bundesstraße

Trotz allem setzte der Fahrer unbeirrt seine Fahrt fort. Noch blieb seine Ladung stabil auf der Ladefläche. Doch weit kam er nicht. Schon im nächsten Kreisverkehr kam es zum großen Krachen: Mehr als 100 Kästen mit Bierflaschen kamen ins Rutschen. Ein Großteil der mehreren tausend Flaschen stürzten auf die Fahrbahn, die dadurch komplett blockiert wurde.

Fahrer hält erst zwei Kilometer weiter an

Trotzdem hielt der Fahrer nicht sofort an. Nach Polizeiangaben blieb der Lkw erst zwei Kilometer weiter auf der B101 an. Dort habe er erst im Rückspiegel gesehen, dass die Plane seines Lkw in Fetzen hing, gab er kurz nach dem Unfall an. Wie eine Polizeisprecherin der MAZ sagte, war der Fahrer weder betrunken noch unter Drogeneinfluss oder anderweitig körperlich eingeschränkt. Erkenntnisse zur Ursache für die Fahrweise oder die Unaufmerksamkeit bei dem Unfall lagen ihr bis Dienstagmittag nicht vor.

Der Lkw  war schwer beschädigt

Der Lkw war schwer beschädigt.

Quelle: Julian Stähle

Der Auflieger trug augenscheinlich weitere Schäden davon. Der Metallaufbau und die Ladetür waren verbogen. Das Speditionsunternehmen veranlasste daher die Bergung des Lkws. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 20 000 Euro.

Die Bergung von Fahrzeug und Ladegut und Reinigung der Fahrbahn war aufwendig. Die zuständige Straßenmeisterei und ein Bergungsunternehmen rückten mit mehreren Mitarbeitern sowie mit einem Radlader und einem Abfall-Container an. Die Kisten, Flaschen und Scherben wurden aufgelesen. Das ausgelaufene Bier stellte die Mitarbeiter vor Probleme: Bei eisigen Temperaturen in der Nacht gefror die Flüssigkeit stellenweise.

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Was für eine Verschwendung: In einem Kreisverkehr bei Trebbin rutschten am Montagabend mehr als 100 Kisten Bier von einem Laster. Ein Großteil der rund 12.000 Flaschen ging dabei zu Bruch.

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Der Kreisverkehr konnte erst gegen 23.15 Uhr halbseitig freigegeben werden. Aber erst deutlich nach 2 Uhr war die Fahrbahn komplett gesäubert und wieder freibefahrbar.

Von Julian Stähle

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